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Martin Baltrusch [mb]
Experte für das Außergewöhnliche
 8 Punkte
DEAD, seit 1990 auf den großen Bühnen der Welt zu Hause, waren nie wirklich tot, auch wenn sie sich so nennen. Massenhaft 7’’s, EPs, Splits sind erschienen und mit “In The Bondage Of Vice” haben sie nun auch ihr viertes Full-Length-Album herausgebracht. Porngrind ist angesagt. Nun werden die meisten schon die Augen verdrehen. Dass man diesen Stil nicht ernst nehmen kann, versteht sich schon irgendwie von selbst. Auch die drei Bayern von DEAD nehmen es mit Humor. Ehrlich! Oder wie würdet ihr einen Titel wie “(.)(.)” aussprechen? Auch Titel, wie “Dixi Diver”, “Asstronaut”, “Wild At Fart” oder “I Want To Be A Hetero” zaubern mir ein Grinsen ins Gesicht. Naja okay, das hat nicht viel zu sagen, da man mich schnell zum Lachen bringen kann, aber die “Church Of Alcohol” würde mich dennoch interessieren.

Und DEAD hauen ordentlich rein. Nach einem kurzen Intro wird dann geholzt, was das Zeug hält. Die Gitarrenspielweise erinnert teilweise an DISHARMONIC ORCHESTRA zu “Expositionprophylaxe”-Zeiten und die drei Deads grunzen und brüllen sich die Kehle aus dem Hals. Was ich übrigens sehr positiv finde, ist, dass hier auf Harmonizer gänzlich verzichtet wird. So wirkt alles lebendiger und auch kraftvoller. DEAD sind durchweg dynamisch, die Musik ufert manchmal in groovende Parts aus. Auch Punkelemente sind auszumachen und eine Prise Rock’n Roll darf auch nicht fehlen. “Lowered Expectations” geht gar schon fast in den Stoner-Rock-Bereich.
Auch mit den, im Porngrind typischen, Samples wird hier nicht übertrieben und auf stupides Gestöhne gänzlich verzichtet. Irgendwie möchte ich diese Art von Porngrind schon als intelligent bezeichnen, weil man auf die üblichen Klischees verzichtet, aber ich möchte mal nicht übertreiben.

“In The Bondage Of Vice” kann man sich ruhig an einem Stück anhören und ruhig auch noch öfter hintereinander. Es wird nicht langweilig und nerven tut es auch nicht. Wenn DEAD dann auch mal in CARCASS’sche Gefilde driften, dann überkommt mich sogar ein wohliger Schauer.
Der Sound ist einwandfrei, die einzelnen Instrumente werden hier gleichbehandelt, d.h., keines wird hier in den Hintergrund gedrängt. Ich mag die Scheibe. Sie hat etwas Erfrischendes und beweist, dass Porngrind kein Stumpfsinn sein muss.
08.03.10 · 422x gelesen 0 Kommentare


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Dead - In The Bondage Of Vice

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CD-Info
Genre: Death Metal / Grindcore
Label: War Anthem Records
Format: CD
Release: 19.06.2009
Spielzeit: 35:43 min

Tracklist
1.  (.)(.) 00:34
2.  Borderline Baby 02:10
3.  Dixi Driver 03:23
4.  Asstronaut 03:28
5.  Lowered Expectations 03:08
6.  In The Bondage Of Vice 03:27
7.  Church Of Alcohol 04:44
8.  Wild At Fart 02:12
9.  Free Cocaine 01:02
10.  Watch Me Puke 04:27
11.  I Want To Be A Hetero 01:51
12.  Drop The Soap 01:35
13.  Bag Of Fuck 03:42


Diskographie
Dead - In The Bondage Of Vice
Dead
In The Bondage Of Vice
2009
Dead - Whorehouse Of The Freaks
Dead
Whorehouse Of The Frea..
2006
Various Artists - Party.San Metal Open Air 2005 (DVD)
Various Artists
Party.San Metal Open Air..
2006
Dead - V.I.P.
Dead
V.I.P.
1998
Dead - You'll Never Know Pleasure - Until You've Tasted Pain
Dead
You'll Never Know Pleasu..
1995
Dead - Wanted For Kinky Sessions
Dead
Wanted For Kinky Sessio..
1994
Dead - Slaves Of Abysmal Perversity
Dead
Slaves Of Abysmal Perve..
1993
Dead - Defeat Remains
Dead
Defeat Remains
1991

Konzertberichte
Protzen Open Air XIII
Protzen, Deadland
04.06.2010
Recapture, Dead, Profana..
Halle, Rockstation
19.05.2006
Party.San 2005
Bad Berka, Festivalgelände
11.08.2005

Band-Info
Dead
Info-Seite

Dead
Band-Homepage
http://www.dead-slaves.com


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