|
Die JaKas gehen mit ihrer neuesten Veröffentlichung back to the roots, und das im wörtlichen Sinne. „Früher war auch nicht alles gut“ ist eine Zusammenstellung der überwiegend in kleiner Stückzahl und meist in Eigenregie veröffentlichten Songs auf den Scheiben „Sektion JaKa“, „Le menu de l'autopsie des gagnants du Grind Prix“ „Gott ist satt“, „Oslo“, „Transportbox für Menschen“, „Nostradamus in Echtzeit“, „Die Großstadt stinkt, ist laut und septisch“ und „Brandsatzliebe“. Die Lieder sind weder neu aufgenommen noch remastered worden, sondern „pure JaKa“, wie es im Infoblatt so schön heißt. Entsprechend unterschiedlich ist auch die Qualität der Aufnahme, woraus man jedoch keine Rückschlüsse auf die Qualität der einzelnen Songs, auch schon in früheren Tagen der Band, ziehen sollte.
Der typische Stil der Band, eine Mixtur aus grindigem Chaos und punkigem Groove, ist auch bei den frühen Aufnahmen erkennbar. Abwechslungsreichtum wurde seinerzeit schon groß geschrieben und auch die Texte hatten ein ähnlich gehaltvolles Niveau wie heute auch schon. Was soll ich jetzt noch groß herumlamentieren, den Infozettel abschreiben und den Leser wegen Langweile in den Tod treiben? Für Fans von Japanische Kampfhörspiele gibt es keinen Grund, diese CD nicht zu kaufen, zumal am Ende 4 Demoversionen späterer Klassiker der Band den Weg aufs Plastik gefunden haben. Wer von den Krefeldern bisher noch nichts gehört hat, sollte sicherheitshalber reinhören, da die Band wegen ihres eigenen Stils schon in nicht unerheblichem Umfang polarisiert.
|