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Thomas Schönbeck [ts]
Experte für alles, was außer ihm eigentlich niemand mag.
9.5 Punkte
Mal so unter uns: Wer kennt eigentlich Obscenity? Ich meine jetzt nicht kennen, so von wegen: ''Hab' ich schon mal gehört'', sondern kennen in Form von: ''Ach, sind das nicht die, die...''. Eben! Zu den Letzteren dürften die Wenigsten gehören. Das Schlimmste an dieser Geschichte ist dabei noch, dass die Band aus Oldenburg bereits seit 1989 dem Death Metal huldigt, '' Where Sinners Bleed'' mittlerweile das siebte Full-Length-Album ist und man trotzdem hier zu Lande kaum Notiz von Ihnen genommen hat. Wenn ich mir die älteren Aufnahmen der Band anhöre, wird klar, dass Obscenity musikalisch an den alteingesessenen Bands des Florida-Death angelehnt sind. Also CD in den Player und keine weiteren Erwartungen geschürt, da es sich doch wieder nur um den gewohnten Alltags-Sound handeln wird.

Aber: Satz mit X! Gleich der Opener macht deutlich, dass ''Where Sinners Bleed'' zwar weiterhin im US-Fahrwasser zu finden ist, aber von Einheitsbrei ist das Album so weit entfernt, wie Oldenburg von den Everglades. Die Zeit seit der letzten Veröffentlichung wurde scheinbar intensiv dazu genutzt, Songs zu schreiben und diese ausreifen zu lassen. Jeder Song auf dieser CD ist formvollendet und hat keine Haken, an denen man sich aufhängen könnte. Beginnend mit dem äußerst aggressiven Startsong ''Obsessed With Slavery'' werden hier die gängigsten Stile des Death-Metals verarbeitet. So sind Death/Thrash-Monster wie ''Incomplete'' hier ebenso anzutreffen, wie groovende Teile à la ''Out Of The Tombs'' Abwechslung pur!
Zusätzlich wirkt das hier Gebotene durch die fette und knackige Produktion frisch und unverbraucht. Schwächen bei den Musikern sind hier nirgendwo festzustellen; die 6-Saiter sorgen für ausreichend Output im Melodienbereich und weisen einige interessante Hooklines auf und die Rhythmus-Fraktion treibt die ganze Chose mit enormen Druck nach vorne. Vor dieser Kulisse steht ein Shouter, der mit seinen tiefen Growls das böse Element innerhalb der Musik erst so richtig in Erscheinung treten lässt.

Ich habe lange gesucht, ich habe die CD von rechts nach links gedreht, das Cover unter mein Kopfkissen gelegt und bin kläglich gescheitert! Ich kann, so sehr ich mich auch bemühe, keine Punkte finden, an denen ich etwas zu meckern hätte! ''Where Sinners Bleed'' ist ein Album geworden, das mühelos an den Standard von Bands wie Cannibal Corpse herankommt und diese, durch die Abwechslung und Unberechenbarkeit, teilweise locker in den Schatten stellt. Trotzdem gibt es keine volle Punktzahl, da meiner Meinung nach das Zeug zum Klassiker fehlt.
Also, Fazit: Jeder Engel des Todes, der diese CD nicht sein Eigen nennt, hat offensichtlich sein Geld in letzter Zeit für die falsche Ware ausgegeben.
Um noch mal auf die Beantwortung der Frage aus der Einleitung zurückzukommen: ''Klar kenne ich Obscenity! Das sind doch die, die dieses geniale Album ''Where Sinners Bleed'' auf den Markt gebracht haben!''.
07.06.06 · 4091x gelesen 11 Kommentare


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Obscenity - Where Sinners Bleed

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CD-Info
Genre: Death Metal
Label: Armageddon Music
Format: CD
Release: 09.06.2006
Spielzeit: 42:04 min

Tracklist
1.  Obsessed With Slavery
2.  Die Again
3.  Mutate To Scourge – Infecdead
4.  Incomplete
5.  Out Of The Toms
6.  Cannibalistic Intent
7.  Where Sinners Bleed
8.  Return To Flesh
9.  Non-Existance
10.  The Bullet That Kills


Diskographie
Obscenity - Where Sinners Bleed
Obscenity
Where Sinners Bleed
2006
Various Artists - Party.San Metal Open Air 2005 (DVD)
Various Artists
Party.San Metal Open Air..
2006
Obscenity - Cold Blooded Murder
Obscenity
Cold Blooded Murder
2002
Obscenity - Intense
Obscenity
Intense
2000
Obscenity - Demo-Niac [Best Of]
Obscenity
Demo-Niac [Best Of]
1999
Obscenity - Human Barbecue
Obscenity
Human Barbecue
1998
Obscenity - The 3rd Chapter
Obscenity
The 3rd Chapter
1996
Obscenity - Perversion Mankind
Obscenity
Perversion Mankind
1994
Obscenity - Suffocated Truth
Obscenity
Suffocated Truth
1992

Konzertberichte
Hellraiser Open Air
Mark Schönstädt
25.05.2007
Suidakra, Noise Forest, Ob..
Leipzig, Moritzbastei
13.01.2007
Party.San 2005
Bad Berka, Festivalgelände
11.08.2005
No Mercy
Offenbach, Hafenbahn
30.03.2002
No Mercy-Festival
Engelsdorf, Hellraiser
28.03.2002

Band-Info
Obscenity
Info-Seite

Obscenity
Band-Homepage
http://www.obscenity.de


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