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10 Punkte
Das Warten hat ein Ende, Bringer of Blood ist da! Auf dem neuen Album erwarten den Death Metal Maniac elf neue Stücke, in denen sich Grunzer Chris Barnes und seine Mannen wieder zum Besten geben. Die Growls von Barnes, welche auf dem letzten Album (True Carnage) noch barbarisch, ja schon eine Nummer zu tief für meinen Geschmack waren und somit nicht ganz ins Gesamtbild passten, klingen auf Bringer of Blood wieder um ein vielfaches besser. Zum einen liegt das daran, dass sie wie oben angesprochen nicht mehr völlig verwurstet und dem Sound einer Schiffsschraube gleichzusetzen sind, vielmehr klingt Barnes Stimme hier frischer, kräftiger und stärker denn je. Auch im Konzept und Aufbau der neuen Songs steckt um einiges mehr Pfeffer drin als in den teilweise eher langsamen und langweiligen Stücken auf True Carnage.
Kommen wir zu der Tracklist: Sick In The Head beginnt zunächst unspektakulär, aber nach ca. 30 Sekunden zeigen Six Feet Under was sie auf dem Kasten haben und man wird förmlich zum mitbangen gezwungen. Amerika The Brutal war das Stück, welches man sich schon vorab aus dem Netz laden konnte und von dem ich schon dachte, dass es eines der schnelleren und besseren des Albums sei. Denkste! Die meisten der anderen Songs schaffen es nämlich selbiges noch zu toppen. Dennoch ist Amerika The Brutal ein recht einfaches und eingängiges Stück, welches sich thematisch gegen die kriegstreibende US Regierung richtet. Ich finde es persönlich auch nicht schlecht oder verurteilbar, wenn sich eine Death Metal Band wie Six Feet Under textlich mal anderen Themen neben dem Splatter widmet. Mit My Hatred folgt dann einer der Killer des Albums. Durch eher schleppende Drumsalven und aggressive Gitarrenriffs eingeleitet, besticht er vor allem durch den echt saugeilen Refrain und die Power die dahintersteckt. Das recht kurze, aber dennoch knackige Murdered In The Basement lädt wiederrum zum headbangen ein. Auch eines der stärkeren Lieder des Albums. When Skin Turns Blue hat mich besonders durch seine geniale Gitarrenarbeit beeindruckt. Mit dem Titelsong Bringer Of Blood folgt dann der meiner Ansicht nach stärkste Track des ganzen Albums. Dieser entwickelt sich nämlich im Verlauf sehr atmosphärisch. Das liegt vor allem an dem eingesetzten Synthesizer (ja, richtig gelesen, Six Feet Under benutzen einen Synthesizer!). Schade, dass das Stück nur relativ kurz ist. Ugly reiht sich nahtlos in das Gesamtkonzept des Albums ein und eigentlich gibt es nichts weiteres an dem Song zu bemängeln. Das eher langsame Braindead ist ein sehr grooviges Stück. Gleich danach geht mit Blind and Gagged und Claustophobic wieder die Post ab. Mit Escape From The Grave klingt das fünfte Six Feet Under Full Length Album schließlich aus.
Fazit: 11 Songs auf dem Album, von denen keiner wirklich schlecht ist. Für die deutsche Version haben sich Six Feet Under dazu noch etwas besonderes ausgedacht: Bringer Of Blood wird nämlich zusätzlich in einer Version mit deutschem Text als Bonussong mit auf die CD gepresst.
Obwohl ich ja ungern die Worte, bzw. Phrasen, welche zu Promotionzwecken von Plattenlabels für das neueste Album einer ihrer Acts genutzt werden und diese dabei immer meilenweit in den Himmel loben, so muss ich Metalblade hier zustimmen. Six Feet Under kehren zu ihren Wurzeln zurück und haben mit Bringer of Blood das bisher beste und von der Qualität her konstanteste Album geschaffen und das ist mir 10 Punkte wert! Wer weiß, ob sie es nochmal schaffen, einen solchen Knaller zu überbieten. Ich persönlich denke eher nicht. Und wenn, dann dürfte es wirklich höllisch schwierig werden. Die Erstauflage kommt außerdem im Doppel-Digipack mit Bonus-DVD. Noch ein Grund mehr hier zuzugreifen.
27.09.03 · 4118x gelesen 33 Kommentare


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Six Feet Under - Bringer Of Blood

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CD-Info
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
Format: CD
Release: 2003
Spielzeit: 42:27 min

Tracklist
1.  Sick In The Head
2.  Amerika The Brutal
3.  My Hatred
4.  Murdered In The Basement
5.  When Skin Turns Blue
6.  Bringer Of Blood
7.  Ugly
8.  Braindead
9.  Blind And Gagged
10.  Claustrophobic
11.  Escape From The Grave


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Band-Info
Six Feet Under
Info-Seite

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http://www.sfu420.com


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