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Die Helden des Stahls sind zurück! Anfang 2007 wurde das bereits vierte Kapitel um die Äxte und Schwerter schwingenden Krieger des Heavy Metal aufgeschlagen. Die Compilation wird von Andreas Schöwe, seines Zeichens Redakteur für das Metal Hammer Magazin, zusammengestellt und liefert einen Überblick über die großen Schwermetall-Legenden seiner Zunft ab. Über 150 Minuten ehrlicher Heavy, True, Power und Thrash Metal wird dem Hörer geboten und somit gibt es durchaus Value for Money.
In Schöwes Rangliste schaffen es dabei nicht nur betagte Bands wie BLIND GUARDIAN, STRATOVARIUS, ICED EARTH und ANNIHILATOR, sondern auch unbekanntere Konsorten wie NOISEHUNTER, THUNDERHEAD oder auch UNREST. An der Qualität der einzelnen Songs gibt es kaum einen Zweifel, auch wenn dem einen oder anderen Hörer sicherlich einige Granaten fehlen und andere Songs wiederum völlig überflüssig erscheinen. Die Liner Notes liefern einen kleinen Überblick über den Stellenwert der Bands und die Bedeutung des Titels für diesen Sampler. Nette Informationen, die liebevoll und interessant dargestellt wurden. Überraschend ist die Masse an aktuellen Songs, die sich auf die Compilation verirrt haben. Unter dem Banner „Heroes of Steel“ würde ich persönlich einige Klassiker der Heavy Metal Geschichte erwarten, die repräsentabel für eine solche Zusammenstellung erscheinen. Wer würde beispielsweise BLIND GUARDIAN’s „Otherland“ auswählen, wo die Band doch gefühlte 300 bessere Songs geschrieben hat? Schöwe hatte wohl das Bedürfnis, den Leuten da draußen zu zeigen, dass auch heute noch guter Stahl auf Rohlinge geschmiedet werden kann, denn insgesamt liefert der Sampler höchstens ein halbes Dutzend der erwarteten „Klassiker“ ab, wie beispielsweise ICED EARTH – „The Hunter“, STRATOVARIUS – „Hunting High and Low“, JAG PANZER – „Black“ oder ANNIHILATOR – „King of the Kill“. Das Anliegen Schöwes ist sicherlich ein nettes Unterfangen, für mich persönlich aber nicht stellvertretend für den Titel „Heroes of Steel“ zu betrachten, da gibt es besseres Material.
Das vierte Kapitel der Stahlhelden ist insgesamt für Freunde des Heavy Metal ein netter Überblick über aktuelles Material einiger bedeutender Bands. So recht überzeugen will mich das Gesamtkonzept nicht, auch wenn es kaum Ausfälle bei der Zusammenstellung gibt. Ein vorsichtiges Antesten darf aber durchaus erlaubt sein. Dem geschulten Auge des True Metallers dürfte ein Blick auf die nebenstehende Playlist bereits genügen, um sich über die Bedeutung des Samplers für sich persönlich im Klaren zu sein...
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