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Es geschah vor über 20 Jahren in New York. Die Brüder Lou und Pete Koller waren vom Großstadtmief und dem rauen Leben auf der Straße derart angepisst, dass sie beschlossen, durch jede Menge Lärm auf sich aufmerksam zu machen und sich den Frust von der Seele zu brüllen. Dies war die Geburt von SICK OF IT ALL, einer der einflussreichsten und kompromisslosesten Hardcore-Bands dieses Planeten. Welche Auswirkungen das alles hatte, merkt man jetzt, wenn man dieses Tribute-Album in den Händen hält: Sämtliche Bands, die sich hier musikalisch verbeugen, zeigen sich in ihrem Schaffen von den New Yorker Urgesteinen beeinflusst; ja, es hätte sie – von einigen Ausnahmen abgesehen, die schon ähnlich lange durch die Botanik moshen - vielleicht gar nicht gegeben, wären da SOIA nicht gewesen.
Im Hardcore wird nicht lange gefackelt, sondern die Botschaft möglichst schnell und direkt auf den Punkt gebracht, und so gestaltet sich auch dieses Tribute äußerst kurzweilig aus 20 kurzen, knackigen Songs, von denen der längste grad mal knapp die drei Minuten überschreitet. Hardcore bietet bekanntlich auch nicht allzu viele Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung und weg vom Original gehenden Interpretation. Da bleibt Hardcore eben Hardcore und das ist gut so!
Einige Bands kann man so nur an den Stimmen ihrer Sänger erkennen (HATEBREED, WALLS OF JERICHO, BLEEDING THROUGH), andere wissen auch instrumental ihre Trademarks zu setzen. So werden die Höhepunkte aus SOIAs Schaffen mal ganz gemäß dem melodischeren Hardcore (RISE AGAINST, COMEBACK KID, IGNITE), mal metallischer (SEPULTURA, UNEARTH, HIMSA) umgesetzt. Den passenden Abschluss dieses äußerst spaßigen historischen Rückblicks und modernen Überblicks bringt dann ein Urgestein von der anderen Seite des Ozeans: NAPALM DEATH mit ihrer Version von „Who Set The Rules“. Fröhlichen Mosh auch!
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