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Für ihr erstes Full-Length Album haben sich die 7 Seals dazu entschieden, die Geschichte der Nibelungen im Gewand des Melodic Power Metal zu erzählen. Vom Cover-Artwork, dem Bandnamen und dem Vorhaben, Lieder über fiktionale Storys zu schreiben mögen die Jungs auf den ersten Blick an BLIND GUARDIAN erinnern. Doch das ist tatsächlichen nur auf den ersten Blick so, setzen die fünf Paderborner das vermeintlich identische Konzept doch in ihrem ganz eigenen, interessanten Stil um.
Nach einem kurzem, gesprochenem Prolog geht es gleich weiter zum erstens Song „To Forests Wild And Free“, der vor rhythmischen Melodien und guter Schlagzeug Arbeit nur so strotzt, doch auch das Gitarren-Solo im weiteren Verlauf repräsentiert die Kreativität der Band.
Mit Sabrina Grochicki (STORMGARDE) holen sich die Jungs eine weibliche Gastsängerin mit in ihr Boot, die vielen Songs den letztens Schliff gibt. So auch bei „Unforeseen Alliance“, wo sie teilweise im Duett mit Sänger Markus Wagner, teilweise alleine dem Song ihren Stempel aufdrückt. Bei dem folgenden Track „The Isle Of Fire And Ice“, der von einer Unterhaltung zwischen Gunther und Brünhilt (für die Nibelungen-Experten unter uns) erzählt, werden Tempowechsel sehr geschickt von der Band eingesetzt, welche diesem Lied den nötigen Pepp und das gewissen Etwas geben. Durchweg gute Lieder kann man auch im weiteren Verlauf des Album auf die Ohren bekommen, daran ändern das sehr melodische „A Gift To The Nymph“ und das vorletzte „Moribund“ nichts.
Obwohl dies erst ihr erstes Album ist, präsentieren sich die Seals schon so, als ob sie schon viel länger in ihrer Branche tätig wären und veröffentlichen mit „Moribund – Every Kingdom Has To Pass“ ein sehr gelungenes Debüt. Mit vielen Ideen und ihrem interessantem Stil haben sie ein Werk geschaffen, das sehr viel Professionalität trotz des erst fünfjährigen Bestehens offenbart. Fragwürdig ist jedoch, ob man ein tatsächlich ein komplettes, 60-minütiges Album dazu benutzt, um eine einzige Geschichte rüberzubringen. Das ist das einzige kleine Manko, denn Lyrik-technisch bietet das Album keinerlei Abwechselung. Wäre dies anders, hätte die Scheibe wahrscheinlich eine bessere Bewertung meinerseits erhalten.
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