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Martin Baltrusch [mb]
Experte für das Außergewöhnliche
9.5 Punkte
Es war einmal eine Band, deren Songs mich sofort in ihren Bann zogen. Ja, es hätten auch Soundtracks zu Horrorfilmen sein können. Black Metal, gepaart mit abstrakten Keybordklängen und die Vocals von Agathon, die einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Die Rede ist von GLOOMY GRIM. Das letzte Album „The Grand Hammering“ kam im Jahre 2004 heraus und dann war Funkstille. Die Finnen haben sämtliche Platten beim französischen Label Holy Records herausgebracht und stehen nun ohne Deal da.
Februar 2007. GLOOMY GRIM are back in the scene. Mit “Tapetum Lucidum” hat das Quartett eine MCD selbst finanziert und bringt, die auf 333 Exemplare limitierte, Scheibe nun unters Volk. Und das wohl recht erfolgreich. Kein Wunder, denn Agathon, Mörgöth, Lord und Nukklear Tormentörr machen da weiter, wo sie 2004 aufgehört hatten. Krass, bedrohlich und genial. Agathon hat mir ein Exemplar zukommen lassen und ich bin mal wieder beeindruckt.

Tapetum Lucidum ist die Bezeichnung für die reflektierende Schicht hinter der Netzhaut des Auges, vieler nachtaktiver Tiere. Und diese funkelnden Augen wirken des Nachts recht furchteinflößend. Genau, wie die Musik von GLOOMY GRIM. Ruhig, orchestral beginnt der Opener „April – Within The Woods“, bevor die Blastbeats den Hörer um den Verstand dreschen. Doch ist der Track kein Knüppelsong, denn nach ca. zwei Minuten wird es wieder düster und bedrohlich. Ja, GLOOMY GRIM sind gar bombastisch. Das zeigt sich auch beim zweiten Song „October – Cellar Dweller“. Glockengeläut und Kirchenorgel führen das Lied zu einem langsameren, zum Teil recht ruhigen Horror-Metal-Stück. Wie man es von den Finnen gewohnt ist. Genau, wie übrigens „November – And The Bird Came In“. Melodisch, symphonisch mit Streichinstrumenten und Pauken wird hier der Tod herbeigerufen. Piano, Violinen, Pauken … dann die bedrohlichen Riffs im Midtempo, bevor Drummer und Vocalist Agathon die Felle wegblastet. Beim letzten Stück „The Bells Toll My Name“ ist der Tod bereits gegenwärtig. Einfach nur geil.

Mit „Tapetum Lucidum“ haben GLOOMY GRIM sich wieder meisterlich zu Wort gemeldet und eindrucksvoll ihren Status in der Szene bestätigt. Ich bin froh, wieder ein Lebenszeichen von den schwarz-weiß-geschminkten Finnen zu hören und hoffe, dass sie bald wieder mit einem Deal belohnt werden.
07.10.07 · 2513x gelesen 1 Kommentar


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Gloomy Grim - Tapetum Lucidum

CD-Info
Genre: Black Metal
Format: MCD
Release: 01.01.2007
Spielzeit: 20:41 min

Tracklist
1.  April - Within the Woods
2.  October - Cellar Dweller
3.  November - And The Bird Came In
4.  December - The Bells Toll My Name

Mitwirkende
Agathon
Mörgöth
Lord
Nukklear Tormentörr


Diskographie
Gloomy Grim - Tapetum Lucidum
Gloomy Grim
Tapetum Lucidum
2007
Gloomy Grim - The Grand Hammering
Gloomy Grim
The Grand Hammering
2004
Gloomy Grim - Written In Blood
Gloomy Grim
Written In Blood
2001
Gloomy Grim - Life
Gloomy Grim
Life
2000
Gloomy Grim - Blood Monsters Darkness
Gloomy Grim
Blood Monsters Darkness
1998

Band-Info
Gloomy Grim
Info-Seite

Gloomy Grim
Band-Homepage
http://www.gloomy-grim.info


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