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Michael Hauptmann [mh]
Experte für T(h)rash, Front-Uschis, Altmetall und sonstige Randgruppen
 8 Punkte
Wenn man sich die 99er Debüt-EP der Bochumer Formation NEON SUNRISE so anhört, schießen einem sofort zwei Namen durch den Kopf : Fates Warning (zu John Arch Zeiten) und Nevermore. Und obwohl diese beiden Truppen stilistisch ja doch schon etwas weiter auseinander liegen, schafft es die Ruhrpottcombo, das Beste aus beiden Welten zu verbinden.
Das Gemisch läßt sich folgerichtig vermutlich irgendwo unter „Progressive Metal“ einordnen, klingt aber für diese Sparte insgesamt eigentlich zu hart und ist auch nicht ganz so komplex wie man es sonst von diesem Genre gewohnt ist. Trotzdem ist das Material alles andere als simpel und kann mit einigen clever eingestreuten Breaks und recht ungewöhnlichen Songstrukturen aufwarten, was allerdings auch eine gewisse Sperrigkeit mit sich bringt. Easy Listening ist das hier jedenfalls nicht, dafür ist aber auch die Langzeitwirkung umso höher, da sich auch nach dem x-ten Durchlauf hier und da noch kleine Feinheiten entdecken lassen.
Die Instumentierung der Scheibe ist zudem erste Sahne : die Gitarristen können sehr schöne, fette Riffs und vor allem erstklassige Leads spielen (man hören nur das Thema vom Titeltrack !) und die Rhythmussektion versteht es, hervorragend zu grooven. Das Zusammenspiel der beiden Parteien ist darüber hinaus äußerst präzise und für eine ungesignte Band eigentlich auf viel zu hohem Niveau.
Problematisch wird es – wie so oft – leider mal wieder bei den Vocals. Fronter Dirk Zimmermann ist mit Sicherheit kein schlechter Sänger und versteht es zudem, intelligente Texte zu verfassen, stand aber bei den Aufnahmen zu dieser Scheibe anscheinend ein wenig neben sich. Seine Stimme klingt nämlich irgendwie zu leidend, zu melancholisch und vor allem zu drucklos, was nun überhaupt nicht zur vorgegebenen Power-Mucke paßt. Demzufolge sind besonders die ruhigen Passagen (z.B. in „Functional“), wo sich alles auf die Stimme konzentriert, die schwächsten dieser Platte. Ein bißchen mehr Dynamik hätte da sicherlich nicht geschadet.
Unterm Strich sind die Songs aber stark genug, um dieses Manko zu großen Teilen wieder auszugleichen.
Trotz dieses Abzuges in der B-Note bleibt ein starkes Debüt, welches exzellent produziert ist und mit einer wirklich professionellen und gelungenen Verpackung (Cover, Fotos, Lyrics) gut abgerundet wird.
Käuflich erwerben kann man das gute Stück übrigens auf der Homepage der Band (siehe Link rechts); es lohnt sich !
21.09.03 · 3309x gelesen 0 Kommentare


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Neon Sunrise - Burning In The Focus

CD-Info
Genre: Progressive Metal
Format: EP
Release: 1999
Spielzeit: 31:27 min

Tracklist
1.  Eden In Ashes
2.  Burning In The Focus
3.  True Life
4.  Functional
5.  Bright Shining Darkness

Mitwirkende
Mike Bröker Schlagzeug
Dirk Zimmermann Gesang
Markus Becker Bass
Sebastian Watolla Gitarre
Andreas Becker Gitarre


Diskographie
Neon Sunrise - Neon Sunrise
Neon Sunrise
Neon Sunrise
2008
Various Artists - Breaking The Silence - Volume 1
Various Artists
Breaking The Silence - Vo..
2004
Neon Sunrise - Toxigenesis
Neon Sunrise
Toxigenesis
2004
Neon Sunrise - New Soul Design
Neon Sunrise
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2002
Neon Sunrise - Twisted Nerve
Neon Sunrise
Twisted Nerve
2001
Neon Sunrise - Burning In The Focus
Neon Sunrise
Burning In The Focus
1999

Interviews
Neon Sunrise
Erlaubt ist was Spaß mach..
01.03.2005

Konzertberichte
Neon Sunrise, Delirious, La..
Essen, Turock
22.10.2005

Band-Info
Neon Sunrise
Info-Seite

Neon Sunrise
Band-Homepage
http://www.neon-sunrise.de


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