Meshuggah & High on Fire

Meshuggah & High on Fire - 26.11.2016 - Stuttgart, LKA-Longhorn
Stuttgart, LKA-Longhorn
26.11.2016
SCOOTER haben angerufen, sie wollen ihre Lichtshow zurück.
Dass MESHUGGAH anstrengend werden würden, war mir schon vor dem Konzert klar. Aber wer nicht bereit ist sich zu 100 Prozent auf den Auftritt der Schweden einzulasssen, sollte es dann lieber lassen. Dass dann zu der schwer verdaulichen metallischen Kunst so eine Lichtshow dazu kommt, setzt dem ganzen die Krone auf.
Nicht falsch verstehen, MESHUGGAH waren 90 Minuten das Maß aller Dinge im, nennen wir es einfach mal, Math Metal. Keine andere Bands ist so intensiv und so richtunggebend für hunderte andere Gruppen. Dieses Status sind sie sich durchaus bewusst, gehen auf die Bühne und rotzen 50 Minuten ohne eine einzige Ansage raus. Hier sitzt jede Note und die Schweden gehen keine Kompromisse ein. Sind sie zu komplex, bist du zu schwach. Nur geben sie damit neuen Leuten im Publikum keinen Anknüpfungspunkt um mit der Musik warm zu werden. Müssen sie aber wahrscheinlich auch nicht, denn das ist hier ihre Headlinertour und alle sind nur ihretwegen da. Doch richtig anstrengend wird es erst durch die Lichtshow. Es gibt kaum mal einen ruhigen Moment wo man unangestrengt nach vorne schauen kann. Man wünscht sich eine Sonnenbrille, alles drischt auf die Iris ein: Flakscheinwerfer, Stroboskope, Laser, bunte Lichter und alles in einer Frequenz wie auf einem Rave. Dagegen hilft nur ausführliches Headbangen, aber da wäre wieder das Problem, dass man von Anfang an komplett bereit sein muss sich darauf einzulassen. Das sind aber erstaunlicherweise über 90 Prozent des Publikums und der Auftritt wird für MESHUGGAH zu einem Triumphzug. Sprechchöre und ausführlicher Applaus zwischen den Songs werden die Schweden bestätigen alles richtig gemacht zu haben.

Setlist MESHUGGAH:
Clockworks
Born in dissonance
Sane
Perpetual black second
Stengah
The hurt that finds you first
Lethargica
Do not look down
Nostrum
Violent sleep of reason
Dancers to a discordant system
Bleed
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Demiurge
Future breed machine

Eröffnen durften den Abend HIGH ON Fire, die auch schon in den USA die Bretter der Bühne mit MESHUGGAH geteilt hatten. Ohne große Worte ging es um Punkt 20 Uhr in einer schon sehr gut gefüllten Halle los. Das Trio machte was es am besten kann, mit der Musik überzeugen. Die Kalifornier steigerten sich in ihren 60 Minuten in einen Rausch, in den auch das Publikum einfiel. Ein, zwei Songs Aufwärmphase und dann entstand in den ersten Reihen ein Moshpit und es wurde ordentlich getanzt. Obwohl die Musik der beiden Bands so unterschiedlich ist, passte das Paket gut zusammen und HIGH ON FIRE wurden mehr als wohlwollend vom Stuttgarter Publikum angenommen. Noch ein Satz zum Publikum, das sehr multikulturell an diesem Abend wirkte, nicht nur Franzosen und Italiener hatten sich ins LKA aufgemacht, auch in Baden-Württemberg lebende Englisch sprechende Personen wurden gesichtet.

Setlist HIGH ON FIRE:
The black plot
Carcosa
Rumors of war
Serums of Liao
Slave the hive
The falconist
Turk
Fertile Green
Blood from Zion
Snakes for the divine

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