Ignite, Paddy And The Rats & Anchors & Hearts

Ignite, Paddy And The Rats & Anchors & Hearts - 01.12.2016 - Stuttgart, Universum
Stuttgart, Universum
01.12.2016
Stuttgart, Donnerstag Abend. Pünktlich 19 Uhr ist Einlass am Universum, einem Club, der in der U-Bahn Station Charlottenplatz liegt. Man kann also trockenen Fußes anreisen und braucht auch nicht allzu doll frieren wenn man die Winterjacke zu Hause lässt. Als ich dann gegen 19.40 Uhr eintreffe, hat sich vorm Club eine lange Schlange gebildet. Ob die wissen, dass sie alle an der Gaderobe anstehen? Links dran vorbei und festgestellt, dass ANCHORS & HEARTS schon durch sind und am Merchandise ablümmeln. Hier haben auch Sea Shepherd einen Stand und die dürfen auch nachher während des IGNITE Gigs noch ein paar Worte zur Organisation sagen. Aber erstmal sind PADDY AND THE RATS aus Ungarn dran. Entweder gab es ganz früher mal auf dem Balaton Seeräuber oder Sänger Paddy und seine Ratten bedienen sich ganz dreist bei unzähligen irischen Bands und ihren Liedern und Melodien über das Seemannsleben. So sind die Melodien aus dem Dudelsack sehr bekannt, doch der Rest der Truppe scheint irgendwie nicht dazu zu passen. Auch wenn die Budapester schon vier Alben draußen haben, klingen die Songs noch sehr unausgegoren und eigentlich mehr nach Schunkelmelodien aus dem Musikantenstadl als nach Punk Rock. Ich scheine mit meiner Meinung da aber doch etwas alleine dazustehen, die Ungarn werden amtlich abgefeiert.

IGNITE also, der Headliner also. Der Umbau zieht sich, der Band werden Gläser mit Eiswürfel auf der Bühne aufgebaut und auch irgendwann bewegen sich Teile der Band quer durchs Publikum Richtung Bühne. IGNITE wissen aber was das Publikum verlangt und sie liefern ab. Eine energetische Hardcore Show mit vielen Songs zum Mitsingen und einige politische Ansagen von Frontmann Zoli, so wird z.B. „Sunday bloody sunday“ den belagerten und eingeschlossenen Bewohnern von Aleppo gewidmet. Bei „Man against man“ wird eine ausgedruckte Email eines Fans hervorgeholt, vorgelesen und dieser Fan namens Joe darf dann auch den kompletten Song auf die Bühne und bekommt das Mikro. Der Junge grinst auch noch nach dem Konzert wie ein Honigkuchenpferd und generell findet man niemanden, der nach den fast 90 Minuten nicht zufrieden nach Hause geht. Das liegt auch am Universum, das angenehm gefüllt ist und den Bands immer einen vernünftigen Sound bietet. Nur an der Garderobe bilden sich auch nach dem Konzert wieder lange Schlangen während ich schon in meiner U-Bahn auf dem Weg nach Hause sitze.

Setlist:
Know your history
Veteran
This is a war
Let it burn
Begin again
Poverty for all
By my side
Embrace
Call on my brothers
Man against man
Drum Solo
Oh no not again
Run
My judgement day
Sunday bloody sunday
Nothing can stop me
Live for better days
Bleeding
Slowdown
A place called home
Fear is our tradition

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