World Come Down - Skullflower

World Come Down - Skullflower
Thrash Metal / Metalcore / Rock
erschienen in 2008 als Eigenproduktion
dauert 59:48 min
Bloodchamber-Wertung:
Community-Wertung:
(1 Stimme)
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Tracklist

1. The Golem And The Copy Cat
2. Haunted
3. Hang
4. Shadowman
5. Bourne
6. Ego Multiplied
7. Abyss
8. Radiate
9. Static
10. Cold
11. The Source

Die Bloodchamber meint:

Vorweg: Ich kann mich nicht als Freund des Metalcores bezeichnen und die Gründe hierfür sind vielfältig und gehören nicht in dieses Review. Ich wollte es aber trotzdem erwähnen, denn so wird deutlicher, was es heißt, wenn jemand wie ich, der schon vor dem Begriff eine Abneigung entwickelt hat, plötzlich ein „Sapperlot“ loslässt und zugeben muss: das hier, das ist richtig gut. Vielleicht, weil die Musik genauso Multik-Kulti ist, wie die Besetzung von WORLD COME DOWN (die neue Internationale liegt im Musikalischen…). Es klingt also nicht ganz so vermessen, wenn das Quartett von sich sagt, es würde die verschiedensten Einflüsse der letzten 20 Jahre zusammenschmelzen.

Während der Opener „The Golem And The Copy Cat“ noch recht eindeutig klingt, direkt nach vorne geht und mich ob der weiteren Ausrichtung etwas bange werden ließ, zeigt man schon im darauf folgenden „Haunted“, dass man sich nicht einer einzigen Stilrichtung verschrieben hat, sondern es ernsthaft darauf anlegt, einen eigenständigen Mittelweg zu finden. Stimmig, atmosphärisch, verspielt ohne abzuschweifen, so präsentiert sich „Haunted“ und ist eine gelungene Gradwanderung aus Thrash, Rock und dem einen Begriff, den ich so ungern nutze. Die wahren Qualitäten folgen aber erst noch. Aus den Boxen kommen plötzlich ruhige, wabernde Klänge, hier und da mag schon von balladesken Schwingungen sprechen, immer wieder aufgerissen von scharfen Riffs und einem wutartigen Aufwallen der Stimmung. „Skullflower“ ist eine CD, die durch ihre Diversität besticht. Auffallend ist auch, wie leicht man sich damit tut, von einer Stimmung in die nächste zu wechseln, die Keule mit dem Bauchstreichler zu tauschen. Technisch ist das hier absolut sauber.

Auch wenn es vielleicht jetzt den Anschein hat, aber WORLD COME DOWN ist mit ihrem Debüt kein Überalbum gelungen. Dafür schafft man es gegen Ende hin immer seltener, überraschende Aspekte zu setzen, man verliert sich öfters in Belanglosigkeiten. Das trübt den Gesamteindruck, lässt aber keinen Zweifel an der Tatsache entstehen, dass hier ein gewaltiges Potential vorhanden ist. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn man versuchen würde, sich selbst eine etwas eindeutigere Linie zu verschaffen. Wie auch immer, es ist mit Spannung zu erwarten, was aus dem Quartett wird. Bis dahin 6,5 Punkte mit deiner deutlichen Tendenz nach oben!

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