God Dethroned - Passiondale

God Dethroned - Passiondale
Death Metal
erschienen am 24.04.2009 bei Metal Blade Records
dauert 38:01 min
Bloodchamber-Wertung:
Community-Wertung:
(19 Stimmen)
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Tracklist

1. The Cross of Sacrifice
2. Under a Darkening Sky
3. No Man's Land
4. Poison Fog
5. Drowning in Mud
6. Passiondale
7. No Survivors
8. Behind Enemy Lines
9. Fallen Empires
10. Artifacts of the Great War

Die Bloodchamber meint:

GOD DETHRONED melden sich mit einem Paukenschlag im Jahr 2009 zurück, den ich zwar erhofft hatte, den ich dennoch nicht für möglich gehalten habe. Meine Annahme, dass die Holländer den auf dem nach wie vor sehr starken „The Toxic Touch“ eingeschlagenen Weg fortsetzen, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Und so prognostiziere ich, dass die neuen Anhänger, die an der genannten Platte auf Grund ihres Sounds, der gedrosselten Geschwindigkeit und der durch die Keyboards eher episch geprägten Stimmung Gefallen gefunden haben und GOD DETHRONED vorher nicht auf ihrem Schirm hatten, vor den Kopf gestoßen werden könnten.

Die drei Herren, die „Passiondale“ aufgenommen haben (Isaac ist kurz vor der Aufnahme abgesprungen), haben einen Schritt zurück gemacht – einen großen, wenn nicht sogar zwei oder drei. Wenn du, der du das Review jetzt hier liest, das Album „Bloody Blasphemy“ kennst und liebst, kannst du hier eigentlich schon aufhören und direkt zum Plattenhändler in deiner Nähe stiefeln und ein bisschen Shoppen. Vergiss das Geld nicht! Die, die jetzt noch weiterlesen (müssen), haben entweder eine Bildungslücke oder sind misstrauisch. Ja, sie haben es getan, glaubt es. Henri und seine Kollegen haben den alten Geist wieder entdeckt, brettern sich wie von Diarrhoe gepeinigt durch die zehn Songs und lassen den Hammer kreisen. Doch wissen sie auch ganz genau um ihr Alleinstellungsmerkmal, nämlich die eiskalten Melodien, die aberwitzigen Soli. All die Trademarks, die auf ein Album dieser Band gehören, sind wieder vertreten, so dass man ihre Songs mühelos unter hunderten heraushört. Selbstverständlich gibt es auch wieder die ausschweifenden Passagen mit den ausladenden Keyboards, die nach wie vor an HYPOCRISY erinnern, aber eben nicht in der Anzahl wie einst noch beim Vorgänger. 2009 schreckt die Band auch nicht vor Klargesang zurück, wie bei „Poison Fog“ zu hören ist.

Die Stärke von GOD DETHRONED liegt seit Jahren darin, keine echten „Hits“ mehr auf ihren Alben zu haben, sondern das gesamte Werk mit all seinen Stücken in seiner Gesamtheit für sich sprechen zu lassen. Somit ist stets die ganze Platte ein Hit, und keins der Lieder muss sich live vor seinen Brüdern und Schwestern aus der Vergangenheit verstecken. Wenn sie weiter so arbeiten, wird es irgendwann unmöglich eine für die Fans zufriedenstellende Songauswahl für die Bühne zu finden. Richtig stark!

Kommentare (22)

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sj

sj

am 27.04.2009 15:06 Uhr
Ein fluch, dieser verdammte individuelle geschmack
gnomos

gnomos

am 27.04.2009 13:54 Uhr
hab sie jetzt 2 mal gehört und muß dem verehrten herrn jegust mal ans bein treten! sicherlich kommt sie von der eingängigkeit nicht ganz an "lair..." ran, und auch die soli vom guten alten isaac werden schmerzlich vermißt, aber den vorgänger "toxic touch" stellt sie meiner meinung nach ganz klar in den schatten. erinnert halt eher wieder an "Grand Grimoire" und "bloody blasphemies" und ist meiner meinung nach ein klarer 8,5 - 9 punkte-kandidat!
mbo

mbo

am 26.04.2009 14:53 Uhr
Ich gehör zu den Fällen, die mit Toxic Touch auf die Band aufmerksam wurden und dementsprechend habe ich mir von dir richtig Angst machen lassen. Aber jetzt muss ich sagen, dass die Scheibe total geil ist und ich mich mal bemühen sollte, die älteren Alben anzuchecken.
gnomos

gnomos

am 25.04.2009 19:46 Uhr
hab sie mir heut geholt und bin schwer gespannt. gerade weil ich die letzte nicht sooo sehr mochte (nach "lair..." meiner meinung nach ein recht großer schritt qualitativ zurück) und die neue ja doch wieder back to the roots gehen soll.

aber zuerst wird die neue powerwolf rauf und runter gehört!!!!!!!
Ziu

Ziu

am 25.04.2009 18:29 Uhr
ZitatOriginal von mh
Ist ja eigentlich nicht meine Baustelle, aber mir gefällt das Album richtig gut. Abwechslungsreich, mit wiedererkennbaren Melodien und trotzdem ziemlich derbe.


Echt? Geil! Bei dir hätte ich ehrlich gesagt mehr vermutet, dass du damit nichts anfangen kannst.