Agoraphobic Nosebleed - Agorapocalypse

Agoraphobic Nosebleed - Agorapocalypse
Death Thrash Metal / Grindcore / Punk
erschienen am 17.04.2009 bei Relapse Records
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Timelord Zero (Chronovore)
2. Agorapocalypse now
3. Timelord one (Loneliness of the long distance drug runner)
4. Dick to mouth resucitation
5. Moral distortion
6. Hung from the rising sun
7. First national stem cell and clone
8. Quiestion of integrity
9. Timelord two (Pardoxical reaction)
10. Trauma queen
11. White on white crime
12. Druggernaut jug fuck
13. Ex-Cop

Die Bloodchamber meint:

Leider lassen es einige Bands, die sich mit der Aufschrift "Grindcore" betiteln, vermissen, auch die dazugehörige Wut und den ursprünglichen Punkcharakter in ihrem Sound zu zelebrieren. Was die Amis auf ihrem aktuellen Longplayer "Agorapocalypse" aber abfeuern, ist die Wut in ihrer heftigsten Form. Hier werden dem Hörer von der ersten Sekunde an die Zähne reihenweise ausgeschlagen. Sowohl der Opener als auch "Agorapocalyse now" (feines Wortspiel) sind Hassbatzen, die einem nur in die Fresse hauen. Es ist nicht der typische Grindpunk. AGORAPHOBIC NOSEBLEED schaffen es auch, Metalcore- und auch gar old-school-Thrash-Einflüsse miteinfliessen zu lassen. Diverse Stücke oder deren Sequenzen erinnern immer wieder an DARK ANGEL, MUNICIPAL WASTE oder auch alte Schinken wie "Pleasure to kill" von KREATOR. Die Mehrheit der 13 Stücke sind aber die Highspeed-Nummern. Superschnelle Riffs, ein megaknorzender Bass und das Highspeed-Geballer hinter der Schießbude. Songs wie "Moral Distortion", "Hung from the rising sun" sind absolute Nacken- und Nervenbrecher.

Vor allem der Gesang aus drei verschiedenen Gurgeln bricht wie ein Tornado über den Hörer ein. Hier ist wohl die Stimme von Kat, dem kleinen blonden unschuldigen Wesen, wohl die fieseste und gemeinste. In Anbetracht dieser Tatsache hebt sich AGORAPHOBIC NOSEBLEED schon von der Grind-Masse ab. Diese Scheibe ist fies, ganz einfach. Hier kriegt man in 13 Stücken schönen extremen Thrash in einer Grindpunk-Ummantelung.
Einen negativen Aspekt gibt es leider auf dieser Platte. Ab der Mitte des Albums ist die Luft ein wenig, aber nur ein wenig raus. 1-2 Tracks wandern dann zu arg in die Metalcore-Riege. Es hätte mich allerdings auch verwundert, wenn das Gaspedal von der ersten bis zur letzten Sekunde durchgehalten hätte.

Für mich neben der letzten PHOBIA, letzten NAPALM DEATH und YACOPSAE die absoluten Ausnahmeerscheinungen im Geschwindigkeits-Grind-Sektor. Hut ab!
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