Wicked Temptation - Seein' Ain't Believin'

Wicked Temptation - Seein' Ain't Believin'
Hard Rock
erschienen am 12.03.2010 bei Rhine Rock Records
dauert 47:12 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Money
2. Love just ain't enough
3. Hellraiser
4. Liar
5. Magic
6. Rock 'n' Roll disaster
7. Seein' ain't believin'
8. Hard to take
9. Children
10. Waking up to die

Die Bloodchamber meint:

Also, erst einmal vorweg… Beim anhören dieser, an die 80er Jahre erinnernden Hardrock-Scheibe, bitte, bitte den Schalter für Loudness und den Regler für die unteren Frequenzen auf Stellung „0“ bringen. Es droht sonst Nachbarschaftsärger, Besenklopfen von unten oder Bauchbeben bis zum Erbrechen. Derjenige, der diesen basslastigen Sound abgesegnet hat, sollte sich mal untersuchen lassen. Lieber Produzent, das geht besser. Nicht alle Schwermetaller haben ein verstörtes Gehör oder leiden unter Wahrnehmungsstörungen.

Ihr wollt zurück zu den alten Tagen der 80ér, Headbangen, Glitzergürtel mit Nieten, Vokuhila-Matte und ausgetretener Cowboystiefel?! Am besten noch´n alten Opel-Kadett mit Fenster runter, Arm raus und an der örtlichen Eisdiele vorbei knattern. Wenn das euer sehnlichster Wunsch ist, bitte, hier seid ihr richtig.
Also, für mein Empfinden langweilt mich dieses Album ab Track 3, weil ich das Gefiedel gefühlte 236 Mal schon woanders gehört habe und sich nichts Neues eingeschlichen hat. Ich möchte das Album an dieser Stelle nicht völlig öde dastehen lassen. Es ist alles dran, was ein ordentliches Heavy-Metal-Album ausmacht. Dreckige Gitarren, die passende raue Stimme und ein Drumming, das zwar nen guten Punch hat, aber über ein „Standard“ nicht hinauskommt.

Beim durchhören des Albums hielt ich immer wieder bei Track 6, ''Magic'' inne und im Kopf ratterte die virtuelle Juke-Box um zu finden, an was oder wen mich dieser Song erinnert. Als hätte ich diesen Song schon etliche Male gehört, dieser Refrain, beim ersten hören setzte er sich fest und überschattete den Rest des Albums. Was allerdings nicht besonders schwer ist. Die Tracks rattern so durch, kaum Abwechslung, wenig Kreativität und erst recht nichts Neues aus dem Ärmel gezaubert.
Kurzum, wer angestaubten Heavy-Metal sucht, sich gerne in der Vergangenheit suhlt, sein musikalisches Dasein aus Jugendtagen auffrischen möchte, darf gerne zugreifen. Allen anderen sei gesagt: Lasst es sein, als Staubfänger gibt es schönere Sachen im Regal ;-)
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