Arrest - Night Stalker

Arrest - Night Stalker
Heavy Metal
erschienen in 2004 bei Mausoleum
dauert 55:09 min
Bloodchamber-Wertung:
Community-Wertung:
(1 Stimme)
Deine Wertung:
 

Tracklist

1. Intro
2. Same old Story
3. Solitary Man
4. Running Process
5. Dancing On the Edge of Chaos
6. Night Stalker
7. Silent Truth
8. Shadows Behind Me
9. Where are we Now?
10. Pesp Erate Memories
11. The Prophecy
12. The Other Dimension

Die Bloodchamber meint:

Grundsätzlich habe ich immer ein Problem mit Alben, die mit Ken Kelly Cover aufwarten, denn meist sucht man vergeblich nach der Verbindung Cover – Albuminhalt. Zwar könnte ich mich mal von dem Gedanken lösen, dass man mit einem Cover auch einen Sinninhalt seines Albums widerspiegeln möchte, aber gut, jedem das seine. Auch Arrest warten mit einem Ken Kelly Cover auf, das eine Frau zeigt, die vor einer Armee von glitschigen Krötenmonstern einen Mann in Fesseln hält – mal was gegen die Manowar-Macho Fraktion. Gut, im Text gibt’s dann auch eine textliche Verbindung zum Cover, ich bin zufrieden. Kommen wir zum wesentlichen, zur Musik – und da kann Arrest überzeugen. Zwar wird die Musik auf dem Promozettel mit Größen wie Accept, Maiden und Running Wild verglichen, persönlich denke ich, dass dies etwas hinkt. Mir kommt die Musik von Arrest etwas blueslastiger vor, weniger schnell als z.b. RW oder Maiden, und vor allen Dingen progressiver, wenn man Tracks wie Silent Truth anhört. Progressiv heißt hier aber nicht heilloses Gefrickel, die Band geht straight nach vorne los, hat treibende Riffs und packende Vocals an Board, wenngleich der Sänger nicht mit einer grandiosen Stimme, aber einer angenehmen Stimmlage zu überzeugen weiß. Die Produktion ist ok, leider in den Bässen etwas drucklos, aber dieser Manko ist verschmerzbar. Die Instrumentalleistungen gehen auch durchaus als überdurchschnittlich durch, die Soli sind ganz nett, die Keyboards nicht aufgesetzt; von den Songs fiel mir auch bei mehrfachem Hören kein Titel überaus fies auf, hingegen gingen Shadows Behind Me und Silent Truth schön ins Ohr. Where are we now kann auch, nach einem etwas verunglückten Schrei zu Beginn, mit einem verhaltenem Part und steigerndem Riff überzeugen, leider sind hier die Vocals (mehrstimmig) etwas verunglückt.

Fazit: Eine gute Platte mit zwei etwas überdurchschnittlichen Songs, der Rest plätschert leider etwas über dem 08/15 Niveau herum. Die Stimme von Sänger Weinrauch ist sicherlich Geschmackssache, zumindest vermeidet er größtenteils peinliche Screams; der Rest der Musiker liefert einen ambitionierten und guten Job ab. Für Fans von progressiv angehauchtem Metal mit Heavy Rock Elementen durchaus lohnenswert. 8 Punkte.

Kommentare (0)

Bitte logge dich ein, um hier direkt Kommentare abgeben zu können!
-