Torment - Tormentation

Torment - Tormentation
Thrash Metal
erschienen am 18.04.2005 bei Remedy Records
dauert 64:27 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Intro
2. New World Terror
3. Tormentation
4. C. (Porn Casting)
5. Laws Of The Street
6. In The Name
7. Traitor´s Fate
8. Politically Incorrect (And Damn Proud Of It)
9. Shop Til Ya Drop
10. The Calling
11. Not Dead Yet
12. Woman
13. Tribute To Traci
14. State of War
15. Please Don´t Touch
16. Bestial Sex
17. Heavy Metal Hooligans

Die Bloodchamber meint:

Hmm, ich weiß nicht, was ich von Torment halten soll. Vielleicht ist es einfach zu hart, zu denken, dass man nach 20 Jahren etwas mehr songwriterisches und musikalisches Talent besitzen sollte. Oder eher, dass Thrash nicht gleich Punk ist und man von Bands wie Motörhead doch noch ein paar Meilen entfernt ist. Aber wollen wir mit den Herren aus Norddeutschland mal nicht zu hart ins Gericht gehen, ist ihnen mit dem Titelsong doch durchaus ein Track gelungen, der ganz in der Schnittmenge aus alten Destruction und Kreator steht. Trotzdem muß ich zugeben, dass „Tormentation“ doch ein recht zweischneidiges Schwert darstellt, das mit guten Simpel-Thrashern wie bespielsweise „Law Of The Street“ oder „In The Name“ punkten kann, aber einem mit dem punkig thrash´n rollenden „P.C. (Porn Casting)“ den letzten Nerv zieht. Wem hierbei der Name Venom in den Sinn kommt, liegt nicht ganz verkehrt, allerdings haben die Engländer doch einen etwas höheren Kult-Status, der so schnell wohl nicht erreicht wird und auch die besseren Songs. Meistens jedenfalls!

Aber leider haben Torment ihre Songs ZU simpel aufgebaut; es gibt zwar meistens gut auf die Glocke, aber die Riffs hauen einen nicht gerade vom Hochsitz. Es reicht halt einfach nicht, einfach mal alten Helden wie ganz frühen Sodom, ganz frühen Destruction oder extrem frühen Kreator sowie Venom und Motörhead zu huldigen.

Um nicht falsch verstanden zu werden, „Tormentation“ macht durchaus Spaß und dürfte eine feuchtfröhliche Oldschool-Metal-Party schnell auf Touren und den besoffenen Peter (41) erstmals wieder zum Kopfschütteln bringen, für das heimische Wohnzimmer, dessen CD-Regal eh alle Sodom/Kreator/Venom-und-was-weiß-ich-für-Scheiben beherbergt gibt es aber genug andere Sachen, die noch erworben werden wollen. Wer von den genannten Bands nicht genug bekommen kann und immer noch meckert, dass alles nach „Obsessed By Cruelty“ eh Kommerz wäre, darf hier gerne zugreifen! Vor allem, da hier mit einer Spielzeit von über einer Stunde und einer vollgepackten Bonus-CD wahrlich Value for money geboten wird!
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