Tri State Corner - Home

Tri State Corner - Home
Alternative / Rock
erschienen am 23.05.2014 bei Drakkar Records
dauert 39:40 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Intro
2. The History Goes On
3. Faster
4. Free Prison
5. Mother Earth
6. Bigger Than You
7. Kapia Stigmi
8. My Own World
9. One Day
10. Beside You
11. Deja Vu
12. Home

Die Bloodchamber meint:

Die Bouzouki Rocker sind wieder da! Das griechisch-polnisch-deutsche Konglomerat TRI STATE CORNER kehrt rund zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Album „Historia“ zurück und bringt zwölf neue Kompositionen mit, die es sich abermals in der ethnisch angehauchten Melodic Rock-Ecke gemütlich machen.

Viel geändert hat sich in der Zeit zwischen den zwei Alben nicht, aber warum sollte man von einer gut funktionierenden Formel auch abweichen? So wartet auch das neue Album „Home“ mit der bekannten Mischung aus mal flott rockenden, mal balladesken Songs mit der allgegenwärtigen Bouzouki auf. Das griechische Saiteninstrument verleiht dem Material natürlich einen orientalischen Touch, nichtsdestotrotz könnte im Prinzip jeder der neuen elf Songs (das Intro mal ausgenommen) problemlos auf einer der einschlägigen mitteleuropäischen Radiostationen laufen. Das liegt selbstverständlich zum einen an der Kompaktheit der Lieder, von denen keines die Vierminutengrenze knackt, als auch an der verdammt hohen Quote an schnell mitsingbaren Refrains, die natürlich dem hohen Maß an Eingängigkeit geschuldet ist. Auf der anderen Seite hätte die Rhythmusgitarre aber stellenweise auch gerne etwas mehr Druck vertragen können, womit TRI STATE CORNER besser der Gefahr hätten vorbeugen können, allzu radiotauglich herüberzukommen.

Aber auch so macht „Home“ durchaus Spaß. Gerade der Auftakt mit „The History Goes On“, „Faster“ und „Free Prison“ darf als sehr gut gelungen angesehen werden, wohingegen das Experiment mit dem griechischen Gesang in dem folgenden „Mother Earth“ eher fehlschlägt, da die Gastvocals ein wenig deplatziert wirken. Dass dies aber auch ganz passabel funktionieren kann, beweist das ruhige „Kapia Stigmi“. In der Folge drohen die Songs aber etwas beliebig zu werden, so dass TRI STATE CORNER gut daran tun, hinten heraus noch mal zwei Highlights auszupacken. In „Deja Vu“ zitiert man die eigene Hitsingle „Sooner Or Later“ vom Vorgängeralbum sehr gekonnt, mit dem abschließenden Titeltrack zeigt das Quintett nochmal seine Stärke, auf einem melancholischen Grundgerüst einen Laune machenden Hit zu bauen.

Alles in allem legen die Jungs somit einen ordentlichen, aber auch überraschungsarmen „Historia“-Nachfolger vor, der Fans der bisherigen Alben aber ganz gut reinlaufen dürfte. Stellenweise drohen TRI STATE CORNER zwar etwas zu radiokompatibel zu Werke zu gehen, sollten sie eine gewisse Grundhärte aber auch in Zukunft beibehalten, sehe ich auch künftigen Alben zumindest mit Freude entgegen. Euphorie entfacht haben sie bei mir mit „Home“ aber leider nicht mehr.
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