Bloodshed - Rising

Bloodshed - Rising
Death Metal
erschienen im August 2016 bei Kernkraftritter Records
dauert 45:44 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Rising
2. And So We March
3. Deliverance Through Punishment
4. Antagonism Inside
5. Morbid Comprehension
6. Calling Of The Afterworld
7. Harvest
8. Bloodhymn
9. Wamlaw
10. Path Of Redemption

Die Bloodchamber meint:

BLOODSHED ist einer dieser Bandnamen, der mehr als ein Dutzend mal auf der ganzen Welt vertreten ist. Alleine in Deutschland gibt es drei davon und dieses Review handelt einzig und alleine von BLOODSHED aus Helmstedt, Niedersachsen. „Rising“ ist ihr zweites Album, und das nach über 20 Jahren Bandgeschichte.

Von dieser recht mageren Veröffentlichungsgeschwindigkeit kann man halten was man will, ich jedoch gehe unvoreingenommen an die Sache heran, und so können mich BLOODSHED zu Beginn mit einem recht ordentlichen Doom Death Metal Intro überraschen. So richtig geht es erst auf „And So We March“ zur Sache. Doublebass und fiese Growls geben den Takt vor, immer wieder aufgelockert durch eine zweite Gesangsstimme und Tempoänderungen. Leider wird schnell deutlich, dass die Jungs aus Niedersachsen keine Glanzleistung in Sachen Sound erbringen können. Die Produktion klingt etwas hausbacken, der Doublebass fehlt es an Druck, die Growls könnten noch mehr Tiefgang vertragen. Ähnliche halbgare Elemente finden sich auch im Songwriting. Während man anfangs noch erfreut feststellt, dass nicht stur von gewissen Referenzbands abgekupfert wird, so wird irgendwann klar, dass alle Songs im gleichen Stil daherkommen. Und so ziehen sich die 45 Minuten dieses Albums erbarmungslos in die Länge. Sowohl Produktion als auch Komposition verweigern jeglichen Abwechslungsreichtum und vermischen das Album über die komplette Spanne zu einem durchschnittlichen Einheitsbrei.

Der Überbringer schlechter Nachrichten zu sein ist immer schwierig, aber in diesem Fall kann ich nicht mehr als eine durchschnittliche Death Metal-Band erkennen, welche noch viel Luft nach oben hat. Manche Worte mögen vielleicht hart gewählt worden sein, doch die Veröffentlichungsdichte im Death Metal ist sehr hoch und um sich einen Namen machen zu können, braucht es schon einen eigenen und vor allem markanten Stil.
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