Hail Spirit Noir - Mayhem In Blue

Hail Spirit Noir - Mayhem In Blue
Progressive Black Metal
erschienen am 28.10.2016 bei Dark Essence Records
dauert 40:29 min
Bloodchamber-Wertung:
Community-Wertung:
(2 Stimmen)
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Tracklist

1. I Mean You Harm
2. Mayhem In Blue
3. Riders To Utopia
4. Lost In Satan's Charms
5. The Cannibal Tribe Came From The Sea
6. How To Fly In Blackness

Die Bloodchamber meint:

Endlich gibt es wieder Nachschub für all diejenigen, welche bei konventionellem Black Metal nur noch gelangweilt mit dem Kopf nicken können, aber immer noch nicht auf ihre urmetallische schwarze Kutte verzichten möchten. HAIL SPIRIT NOIR liefern ein neues Album ab und sind dabei gewohnt ungewöhnlich.

Wie schon bei den vorherigen Alben, so hat auch „Mayhem in Blue“ nicht mehr allzu viel mit klassischem Black Metal zu tun. Trotzdem ist es die Konstante, welche alle anderen Stilrichtungen zu vereinen vermag. Psychedelisch bis rockig, mit dutzenden Einspielern, Keyboardpassagen, Didgeridoos, Maultrommeln...ach, hier kommt alles zusammen. Das Ganze wird dann sowohl ungewöhnlich als auch einfallsreich auf 40 Minuten so vereint, dass sich einfach alle verqueren Paradiesvögel davon angesprochen fühlen. Und das Beste dabei ist: Man muss noch nicht einmal seine Haare bunt färben und seinen Kleidungsstil ändern. „Mayhem in Blue“ ist und bleibt Black Metal, da gibt es gar nichts daran zu beißen. Die dafür sprechenden Elemente sind zwar nicht durchgehend vertreten, aber wenn sie einmal kommen, dann sind sie fulminant und überzeugend. Alles andere dazwischen dient nur zur Auflockerung und zur zusätzlichen Bespaßung. So ein wenig psychedelischer Rock macht nämlich gleich viel mehr Spaß, wenn er von Doublebass und Gekreische abgelöst wird. Und ein ruhiger Gesang am Anfang des Songs hat der Atmosphäre noch nie einen Abbruch getan.

HAIL SPIRIT NOIR haben sich kein bisschen verändert, aber im Gegensatz zu anderen Bands ist ihr Grundrepertoire derart vielseitig, dass sie sich noch fünf weitere Alben in diesem Stil erlauben können. Ebenso fallen sie nicht in die häufige Falle der Andersdenkenden, die mit ihren abstrakten Kompositionen meinen, sich alles erlauben zu können. Ich denke dabei gerade an Bands wie GOJIRA, die mit ihrer letzten Veröffentlichung vor lauter Divergenz eher in der Bedeutungslosigkeit rumgestochert haben. Nein, hier läuft alles in einem gut abgesteckten Rahmen der Unterhaltung ab und liefert Spannung von Anfang bis Ende.

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