Review: Hotwire - Devil In Disguise

Devil In Disguise
Hotwire
Hotwire - Devil In Disguise
Wenn Chris Lausmann von BONFIRE für die Produktion und einiges mehr einer CD zuständig ist, weiß man wohl recht genau, was einen erwartet. Während viele beim bloßen Nennen des Namens BONFIRE schreiend das Weite suchen, freut sich der Rezensent jedoch diebisch, vielleicht ein neues Hardrockwunder zu entdecken. Obwohl…nun ja…so neu sind HOTWIRE allerdings auch nicht gerade, wurde die Band doch bereits 1993 gegründet. Und das hört man zugegebenermaßen dem neuen Album auch an. Genauso übrigens wie die unverkennbare Tatsache, dass die Herren wohl schon ein recht stattliches Alter haben, schließlich können Kiddies mit dem Namen T. REX (denen man in Form des authentischen, aber nichtsdestotrotz nicht gerade vom Hocker hauenden „Hot Love“ Tribut zollt) wohl recht wenig anfangen.

Was aber bietet uns „Devil In Disguise“ nun im Einzelnen? Nun ja, manchmal recht viel, ab und an eher weniger und eigentlich immer etwas, was man in dieser Form bereits öfter (und stellenweise gar besser) gehört hat. Angesagt ist melodischer Hardrock, der stellenweise etwas an ruhige DEF LEPPARD erinnert („Wonderland“), manchmal im Fahrwasser von Acts wie EXTREME schippert (die Akkustik-Ballade „Feelings“ erinnert schwer an „More Than Words) oder auch mal Parallelen zu anderen Rockbands der Achziger durchscheinen lässt. Neben den Songs, die allesamt aus genau dieser Epoche stammen könnten, hat man auch dafür gesorgt, dass der Sound in keinster Weise modern wirkt und das Feeling authentisch rüberkommt.

Leider aber ist auch nicht jeder Song ein Kracher geworden. Neben Hits wie dem Opener „Waterfalls“, der zweiten (und um einiges besseren) Coverversion „Ride The Night Away“ (keine Ahnung, von wem der Song stammt) und dem Rockstampfer „Skytrain“ gibt es auch einiges, das nicht gerade hilfreich dabei ist, die Band an die Spitze der Rockcharts zu hieven. Dafür wirken manche Songs einfach etwas zu cheesy und zu sehr auf Radiokompatibilität ausgerichtet. Eine Tatsache, die aus „Devil In Disguise“ mitnichten ein schlechtes Album macht, vor allem angesichts der Tatsache, dass der Rundling ohne großes Label im Rücken entstanden ist. Aber bisschen mehr „auf die Fresse“ ist manchmal halt doch ganz nett!
Michael Meyer Michael Meyer [mm]
Experte für alles, was es vor 20 Jahren schon gab oder danach klingt
veröffentlicht am 12.01.2007 14:00 Uhr 0 Kommentare
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