Mors Principium Est - Liberation = Termination

Mors Principium Est - Liberation = Termination
Melodic Death Metal
erschienen am 02.03.2007 bei Listenable Records
dauert 38:07 min
Bloodchamber-Wertung:
Community-Wertung:
(3 Stimmen)
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Tracklist

1. Orsus
2. The oppressed will rise
3. The animal within
4. Finality
5. Cleansing rain
6. Forgotten
7. Sinners defeat
8. The distance between
9. It is done
10. Terminal liberation
11. Lost beyond retrieval

Die Bloodchamber meint:

Ich will jetzt nicht schon wieder mit dem Palaver über die Bedeutung des dritten Albums in einer Bandgeschichte anfangen, aber Fakt dürfte sein, dass die Finnen von MORS PRINCIPIUM EST mit ihrem starken Debüt und dem noch viel stärkeren Nachfolger die Latte, an der sich Album Numero 3 messen muss, ziemlich hoch gesetzt haben. „Liberation = Termination“ lautet der etwas doppeldeutige Titel des aktuellen Werkes, das zudem den Hörer durchaus in einen Zwiespalt zu bringen vermag.

Das Hauptproblem dürfte dabei in dem Zwang der Suche nach etwas Neuem bestehen, ohne aber die eigenen Wurzeln im Stich zu lassen. Auf „Liberation = Termination“ äußert sich dies in einerseits viel klareren, ja fast schon primitiven Songaufbauten, die kaum mehr als aus einem einzigen repetitiven Riff zu bestehen scheinen. Andererseits experimentiert die Band mit vielen kleinen genrefremden Elementen herum und dürfte damit wohl einiges Stirnrunzeln hervorrufen. Der elektronisch pumpende Rhythmus auf „The Animal Within“ oder die eigenwilligen Chorarrangements in „Terminal Liberation“ seien hier einmal als Beispiel für recht gewöhnungsbedürftige Experimente genannt. Meiner Meinung nach hat der Vorgänger diesen Spagat besser hinbekommen und wirkte dort einfach ausgereifter.

Davon abgesehen schafft es die Band mit flottem Drumming, ihrem spritzigen Gitarrenspiel (Ich vertrete immer noch die Theorie, dass Finnen eigentlich 6 Finger haben, dies aber bisher gut zu verheimlichen wussten) und dem ansonsten dezenten Einsatz von Elektronik ein individuelles Klangbild zu schaffen, welches trotz der kleinen Ausrutscher sofort als Nachfolger identifiziert werden kann.

Trotz einfacher Struktur schaffen die meist knackig kurzen Songs zwar gegen Ende immer noch irgendwie den Dreh, aber alles in Allem habe ich wohl vom dritten Album mehr erwartet als nur eine „gute“ CD. Die Band ist ohne Zweifel talentiert, aber die Inspiration scheint hier ein wenig zu fehlen.

Kommentare (9)

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Olfrygt

Olfrygt

am 02.07.2007 01:54 Uhr
oft genug gehört, viel interessantes entdeckt, 9 punkte...
Olfrygt

Olfrygt

am 01.06.2007 23:34 Uhr
der sänger weiss wohl auch ned, was er will; auf dem debüt eher krächzend, auf dem zweitwerk teilweise derb grunzend; und nun schon wieder ein eher krächzender gesang...
bis auf einige passagen ein gelungenes album, allerdings, und da muss ich mich den vorpostern anschließen, bleibt The Unborn das deutlich bessere werk.

edit: höchst interessant das teil, mein 8. durchlauf und ich entdecke die ganze zeit kleinere details...
[bearbeitet am 08.06.2007 14:59 Uhr von Olfrygt]
Rüpelzahl

Rüpelzahl

am 09.03.2007 07:42 Uhr
Den Song mit Technobeat und Orient finde ich mit am besten auf der Scheibe - sowas rockt irgendwie. Prinzipiell gefallen mir die Keys bei MPE ziemlich gut, mich stören da eher die Doppelgitarren (soli), die man in den letzten 15 Jahren schon zigmal auf drölfzig Schwedenplatten gehört hat. Von den Punkten her würde ich die Wertung von Pick so tragen.
Hans Maulwurf

Hans Maulwurf

am 08.03.2007 21:30 Uhr
joa stimmt, bis auf den Synthesizer sind die wenig prog. Mir gefällt das aber halt nich'.

Zitatne reinrassige melodeath scheibe mit ein paar experimentellen einflüssen

Dagegen würd ich mich mit Händen und Füßen wehren (klingt mir zu ultimativ). Die Genre-Debatte muss aber nicht schon wieder sein !
Pickeldi

Pickeldi

am 08.03.2007 19:09 Uhr
Progressive? was bitte ist deine definition dieses begriffs?
ich gebe zu, ich habe auch keine passende, aber darunter stell ich mir was ganz anderes vor als auf dieser scheibe. das is imho ne reinrassige melodeath scheibe mit ein paar experimentellen einflüssen
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