Dead Syndicate - The Carrion Creed

Dead Syndicate - The Carrion Creed
Death Metal
erschienen am 13.01.2007 als Eigenproduktion
dauert 45:45 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Plague of all Plagues
2. Kampstoff Lost (Agent H)
3. Weeping on the Shores of Lucrine Lake
4. Whore of Babylon
5. Vampyre
6. Kill Like A God
7. I, Pilate
8. Dead Syndicate
9. The Carrion Creed
10. Beast Nero

Die Bloodchamber meint:

Nichts ist schöner, als sich eine CD von einer einem unbekannten Band zu kaufen, von der man vorher lediglich ein paar Takte gehört hatte, und nun in den Besitz eines Albums gekommen ist, das so richtig abgeht. So geschehen vor ca. drei Wochen, als ich mal wieder in meinem Lieblings US-Shop einkaufte. Die Truppe, auf die ich da stieß heißt DEAD SYNDICATE und produziert, wenn wundert's, lupenreinen Florida-Death. Viel zu erfahren über die fünf Mann gibt es nicht, außer dass man im Vorprogramm von kleineren Bands, wie NAPALM DEATH, KREATOR oder EMPEROR auftreten durfte, um nur einige zu nennen. Wer die drei genannten Bands kennt, der weiß, dass die in der Regel keinen Mist vor sich auf die Bühne holen.

Wer jetzt denkt, dann muss es sich ja um hochwertigen Death Metal handeln, der hat Recht. Von Anfang an beherrschen fette Bretter aus monströsen Gitarrenwänden, pumpenden Basslinien und einem enormen Trommelfeuer das Geschehen. Der Opener ''Plague Of All Plagues'' ist ein Teil, mit dem man sofort warm wird. Äußerst aggressiv kommen die Linien durch die Box geschossen und rasen im Kopf des Hörers nur so hin und her. Gekonnt wird hier mit Tempovariationen gearbeitet, was heißt, dass zwischen dem Gewitter einige doomige (wenn man das hier so nennen darf) Passagen mit eingebaut werden, die den Songs eine zusätzliche Noten verleihen, denn hier entsteht ein zusätzlicher Druck in den Tiefen. ''The Carrion Creed'' bietet zugegebenerweise kaum Abwechslungen oder Neuheiten, aber auf die kann ich auf Grund der hohen Qualitätsstufe der Songs auch gerne verzichten. Bis zum Ende hin wird hier der rote Faden nicht aus der Hand gegeben und langweilig wird es auch nie. Die Produktion kann das Niveau durch die Bank weg halten, auch wenn in den extrem schnellen Momenten der CD die Übersteuerung nur um Haaresbreite vermieden werden kann.

Ich kann nur dringend empfehlen in diese CD reinzuhören, denn wer CANNIBAL CORPSE der aktuellen Stunde mag, der kommt um den Kauf dieser Scheibe nicht herum. Einen Eindruck kann man sich auf der Homepage der Band machen, wo der Song ''Kill Like A God'' in voller Länge zum Download bereitsteht. Für mich persönlich ein ganz heißer Bewerber für das Demo des Jahres.
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