Review: HouseMaster - I Paroni De Casa (EP)

I Paroni De Casa (EP)
HouseMaster
HouseMaster - I Paroni De Casa (EP)
Wer immer schon mal wissen wollte, wie es klingt, wenn Italiener auf deutsch über einen in Amerika lebenden Österreicher singen, sollte unbedingt HOUSEMASTER und deren Debüt „I Paroni De Casa“ anchecken. Dort befindet sich nämlich unter anderem der Track „Der Governator“, auf dem eben dieses gruselige Experiment in die Tat umgesetzt wurde – in gewisser Weise ein kleines Highlight der T(h)rash Kultur.

Überhaupt geben sich die Hausmeister sehr multikulturell; so werden neben der deutschen auch noch die englische, spanische und italienische Sprache auf diesem Tonträger missbraucht. Ein Beitrag zur Völkerverständigung? Oder doch eine Kriegserklärung? Geht man von der Qualität des Songmaterials aus, muss man jedenfalls eindeutig Letzteres annehmen.

Wobei, so richtig endbeschissen ist die Platte auch nicht, denn zumindest der Opener „Evil Eyes“ geht ziemlich okay, auch wenn er mit Sicherheit niemals einen Originalitätspreis gewinnen wird. Und der abschießende Titeltrack hat ebenfalls einen gewissen Rumpelcharme, was diesen Output so gerade noch mal vor dem Prädikat „totaler Vollmüll“ rettet.

Aber ansonsten ist eigentlich alles wie immer, wenn ich ne Underground Thrash Platte aus Stiefelhausen bekomme: polternde Drums, bestenfalls mittelmäßige Produktion, lahmes Songwriting und ein Sänger, der zwar halbwegs growlen, aber weder singen noch schreien kann.

Daher bleibt es auch hier – wie so oft – bei mageren drei Pünktchen. Da nützen auch die fleißig gelernten Fremdsprachen nichts.
Michael Hauptmann Michael Hauptmann [mh]
Experte für T(h)rash, Front-Uschis und Blutgemetzel
veröffentlicht am 01.06.2007 18:12 Uhr 0 Kommentare
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