User-Login
Login:

Passwort:

Kategorien


Northcraft
Ex-Mitarbeiter
 6 Punkte
Dass die finnischen Jungs von KAOS KREW schon etwas länger im Musikbusiness tätig sind, kann man an ihrer recht untypischen, aber nicht uninteressanten Mischung aus Industrialelementen und Heavy Rock der älteren Schule erkennen. Da man zum Teil schon in den 90ern aktiv war, kann man die Truppe in diesem Sinne eigentlich nicht mehr als Jungs bezeichnen, denn obwohl sie mit „Devour“ ihr neues Debutalbum vorlegen, sind unter anderem die Einflüsse früherer Hard Rock Projekte offensichtlich.

Beim Abgleich mit modernem Industrial kommt die Platte kaum auf einen gleichen Nenner. Vielmehr spielt die Band mal rockig mit etwas Groove, mal heavy rifflastig, wobei sich ziemlich schnell eine Vorliebe für diverse Gitarreneffekte und obligatorische, mehr oder weniger ausgiebige Solos offenbart. Der häufig verwendete Flanger verleiht den Songs beispielsweise einen spacigen und zugleich etwas moderneren Klang. Typische Programmings und beatlastige Elektronikgerüste findet man zumeist nur zu Begin, wobei das Keyboard allerdings darauf im atmosphärischen Dauereinsatz ist.
Zusammen mit dem Schlagzeug, das einen recht gediegenen Rockbeat vorgibt erscheint das Gesamtprodukt manchmal wie eine chillige, für Gitarristen entwickelte Jamsession.
Unterstützt wird dieser Eindruck dadurch, dass manche Songs komplett instrumental bleiben und die restlichen ebenfalls auf großen Gesang verzichten. Meist spielt der Gesang, etwas zurückgeschraubt und leicht angezerrt, eine untergeordnete Rolle und auch in den sehr kurzen Refrains, die teilweise wie gesamplet klingen, bleibt man vergleichsweise zurückhaltend.

Trotz der leichten Variation des Härtegrads seitens der Gitarren und netten, aber seltenen elektronischen Details zwischendurch, wird die stimmungsvolle Rocklandschaft gerade wegen der eintönigen Dauerkeyboardbeschallung und der Pflichtsolos leider ziemlich schnell langweilig. Das Album ist deshalb zwar nicht gleich schlecht und bleibt passiv durchaus genießbar, aber der Zahn der Zeit macht sich definitiv bemerkbar. Es gibt schon einen Grund, warum man heutzutage davon absieht, jedes Lied mit einem Gitarrensolo zu beehren.
04.04.07 · 2925x gelesen 0 Kommentare


Userwertung
6.00 Punkte (1 Stimmen)

Deine Wertung
Um selbst eine Bewertung abzugeben, musst du dich zunächst registrieren!

Kaos Krew - Devour

Shopping
Gebraucht: CD 8,98 €
Marketplace: CD 16,26 €
Amazon: CD 28,99 €

CD-Info
Genre: Industrial
Label: TOP Records
Format: CD
Release: 18.09.2006
Spielzeit: 40:59 min

Tracklist
1.  Trust Me
2.  Inflamed
3.  Devour
4.  Coffin Nails
5.  Fat Chance
6.  Belly Dancer
7.  Greed
8.  Electrified
9.  Pain
10.  A Visit at Belmonte
11.  Nuttertools


Diskographie
Kaos Krew - GlobalFobia
Kaos Krew
GlobalFobia
2010
Kaos Krew - Devour
Kaos Krew
Devour
2006

Band-Info
Kaos Krew
Info-Seite

Kaos Krew
Band-Homepage
http://www.kaoskrewmusic.com


2 Mitglieder online    57 Gäste online