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Stefan Hofmann [sh]
Experte für Death, Black und Thrash Metal
6.5 Punkte
Hmm, mit „A Perception Of Matter And Energy“ haben wir es aber mit einem ganz seltsamen Zeitgenossen von einem Album zu tun. Naja, so ganz verwunderte es mich nicht, dass die Musik von SELF-INFLICTED VIOLENCE ziemlich schräg klingt. Denn als ich mir den Promozettel durchlas und dabei herausfand, dass das Line Up aus den beiden Mitgliedern „1,4,1,13“ und „V11“ besteht, schwante mir schon Böses. Nein, das hier wird dir zu abgehoben sein, sagte eine innere Stimme. Und was soll ich sagen…ich bin nur teilweise bestätigt worden.

Ich will sicher nicht behaupten, dass die Musik von SELF-INFLICTED VIOLENCE schlecht ist, aber mit herkömmlichen Black Metal hat das hier nun wirklich nichts mehr zu tun. Die Band selbst bezeichnet ihr Schaffen als Negative Black Metal, aber auch diese Kategorisierung will meiner Meinung nach nicht so recht zutreffen.

Die Klänge des Duos sind als sphärisch und verträumt zu bezeichnen. Die Musik erinnert mich eher an Post Rock als an Black Metal. Klar, es gibt das typische Gekeife, aber die Akkorde und Melodien der Gitarren verweisen eher auf das eben genannte Genre. Teilweise wird man auch eher an Progressive Rock der Marke mittelalte bis neuere MARILLION erinnert. In diesen Momenten sind SELF-INFLICTED VIOLENCE auch ganz stark. So ist ein Song wie etwa „Eugenics“ absolut gelungen. Man kann sich fallen lassen und träumen. Aber ehrlich gesagt klingen die Songs eher melancholisch und entrückt, aber keinesfalls so negativ, depressiv und trostlos, wie es Label und Band postulieren.

Manchmal schießen sie aber auch am Ziel vorbei und dann hört sich das Ergebnis doch sehr seltsam an. Man führe sich nur „Comfort in Insomnia“ zu Gemüte. Das hört sich nach einer Probe der FOO FIGHTERS an, bevor die komplette Band Selbstmord begehen will. Dur Harmonien auf trostlos getrimmt, garniert mit Keifgesang. Ehrlich gesagt hört sich das Ergebnis in meinen Ohren ziemlich schrecklich an.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass auf „A Perception Of Matter And Engergy“ Licht und Schatten dicht beisammen liegen. Auf der einen Seite gibt es wirklich starke Lieder, die zum Träumen einladen, es gibt aber auch leider harte Geduldsproben zu ertragen. Mit Black Metal hat dieses Album trotz des typischen Gesangs aber nichts zu tun. Dafür klingt die Instrumentenfraktion viel zu sehr nach Post Rock.
27.08.10 · 495x gelesen 0 Kommentare


Userwertung
8.25 Punkte (2 Stimmen)

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Self Inflicted Violence - A Perception Of Matter And Energy

CD-Info
Genre: Black Metal
Label: Eerie Art Records
Format: CD
Release: 30.11.2009
Spielzeit: 46:42 min

Tracklist
1.  Liquids 07:10
2.  Artificial Phenomenon 07:00
3.  Eugenics 08:30
4.  A Mental Cancer II 08:06
5.  Comfort in Insomnia 09:11
6.  Realisation 06:45


Diskographie
Self Inflicted Violence - A Perception Of Matter And Energy
Self Inflicted Violence
A Perception Of Matter ..
2009
Self Inflicted Violence - Dying Cardboard
Self Inflicted Violence
Dying Cardboard
2009
Self Inflicted Violence - Extinction
Self Inflicted Violence
Extinction
2009
Self Inflicted Violence - Fell To The Veil Of Darkness And Extinction
Self Inflicted Violence
Fell To The Veil Of Darkn..
2009
Self Inflicted Violence - Fell To The Veils Of Darkness
Self Inflicted Violence
Fell To The Veils Of Dark..
2008

Band-Info
Self Inflicted Violence
Info-Seite

Self Inflicted Violence
Band-Homepage
http://www.myspace.com/siva..


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