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Yvonne Bielig [yb]
Expertin für Modernes, gern heiß und fettig serviert
7.5 Punkte
Wer hat SUICIDE SILENCE nicht schon einmal mit einer Klamottenmarke verwechselt? Nicht ganz unpassend lies sich Rapper CASPER auf dem Vainstream Rockfest zu diesem kleinen Scherz hinreißen: Das Merchandise-Angebot der kalifornischen Trendsetter-Kombo erscheint tatsächlich wahrhaft überdimensioniert; auf einschlägigen Konzerten und Festivals hüllt sich jeder dritte Deathcore-Fan in ein SUICIDE SILENCE-Leibchen oder Höschen. Die gute Nachricht: Mit Erscheinen des neuen Albums wird das Merch-Angebot um neue Designs erweiter, so dass sich jeder ein neues, stylisches Shirt in den Schrank hängen kann.

Auch wenn es im ersten Moment nicht so wirkt: SUICIDE SILENCE machen auch Musik – und die ist entgegen der penetranten Vermarktung der Band ziemlich roh und kratzbürstig. Mit „The Black Crown“ wagt man indessen einen weiteren Schritt hin zu mehr Musikalität. Überwog beim polternden Debüt noch die pure Brutalität, die hier und da zu Lasten des Songwritings ging, setzt man die Aggression jetzt noch gezielter ein als auf dem Vorgänger "No Time To Bleed", indem man ihr tatsächlich ab und an mal eine Auszeit gönnt. Auch im über weite Strecken herrschenden Midtempo kann die Band eine Menge Druck ausüben.

Nicht nur das, von Kollege Björn mit netten Komplimenten bedachte, „Keksdosen-Schlagzeug“ der beiden früheren Alben ist verschwunden, man wagt sich sogar an Melodien. Da ein richtiges Gitarrensolo in „Slaves To Substance“ oder „Smashed“, dort der überraschende Gesangspart von KORNs Jonanthan Davis in „Witness The Addiction“ - das verleiht mehr Anspruch und zeigt, dass SUICIDE SILENCE auch anders können. Kompromisse gibt es dennoch nicht: Die Band erweitert ihren brachialen Sound nur um einige Elemente. „The Black Crown“ ist damit ihr abwechslungsreichstes Album.

Auch wenn alles irgendwie erwachsener klingt, sind die Songs weiterhin perfekt auf die Livepräsentation und das dazugehörige Gerangel im Moshpit zugeschnitten. Ein richtig herausragender Song fehlt allerdings. Kein Fan erwartet von SUICIDE SILENCE anspruchsvolle Kompositionen, der sich oft wiederholende stampfende Rhythmus wirkt aber auf Dauer doch etwas einfallslos. Einige Uptempo-Parts mehr hätten dem Ganzen sicher gut zu Gesicht gestanden. Die intensive Raserei des Fulllength-Debüts „The Cleansing“, die derb in die Magengrube drückte und auf ihre eigene kompromisslose Weise unterhaltend wirkte, vermisst man auf „The Black Crown“ auch. Aber man kann ja nicht immer die Axt im Walde sein...
07.07.11 · 1004x gelesen 3 Kommentare


Im Fadenkreuz - die ganz persönlichen Meinungen der Redaktion









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Suicide Silence - The Black Crown

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CD-Info
Genre: Death Metal / Metalcore
Label: Century Media
Format: CD, LP, CD+DVD
Release: 15.07.2011
Spielzeit: 39:15 min

Tracklist
1.  Slaves To Substance
2.  O.C.D.
3.  Human Violence
4.  You Only Live Once
5.  Fuck Everything
6.  March To The Black Crown
7.  Witness The Addiction
8.  Cross-Eyed Catastrophe
9.  Smashed
10.  The Only Thing That Sets Us Apart
11.  Cancerous Skies


Diskographie
Suicide Silence - The Black Crown
Suicide Silence
The Black Crown
2011
Suicide Silence - No Time To Bleed
Suicide Silence
No Time To Bleed
2009
Suicide Silence - The Cleansing
Suicide Silence
The Cleansing
2008
Suicide Silence - Demo 2006
Suicide Silence
Demo 2006
2006
Suicide Silence / Downtown Massacre - Suicide Silence / Downtwon Massacre Split
Suicide Silence / Downto..
Suicide Silence / Downtw..
2006
Suicide Silence - Suicide Silence
Suicide Silence
Suicide Silence
2005
Suicide Silence - Demo
Suicide Silence
Demo
2004
Suicide Silence - Demo 2003
Suicide Silence
Demo 2003
2003

Konzertberichte
Vainstream Rockfest 2011
Münster, Am Hawerkamp
11.06.2011
Heaven Shall Burn, As I L..
Köln, E-Werk
12.11.2010
Caliban, Suicide Silence, M..
Münster, Skaters Palace
31.10.2009

Band-Info
Suicide Silence
Info-Seite

Suicide Silence
Band-Homepage
http://www.suicidesilence.net


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