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Yvonne Bielig [yb]
Expertin für Modernes, gern heiß und fettig serviert
 8 Punkte
Die Ersten werden die Besten sein. So könnte man ein altes Sprichwort entfremden, wenn es um die aktuelle Entwicklung im Genre Metalcore geht. Die angesagten Bands veröffentlichen die nächsten Alben nach der großen Welle, und es wird sich abzeichnen, wer das meiste Stehvermögen hat und wer die Bewährungsprobe nicht besteht. Die Ruhrpottler CALIBAN werden ihrer Vorreiterrolle im europäischen Mischmetall mit dem neuesten Output wieder gerecht, auch wenn sie auf Nummer sicher gehen und das Erfolgskonzept des Vorgängers „The Opposite From Within“ konsequent weiter ausbauen.

Nach dem etwas überflüssigen, weil gezwungen schwermütig wirkenden Piano-Intro, wird auch gleich in die Trickkiste gegriffen und mit „I Rape Myself“ ein waschechter Hit hervorgezaubert. Hier, wie auch bei nahezu allen anderen Songs, funktioniert das etablierte Wechselspiel: brutale Riffs, Moshparts plus Kreischvocals und melodischem, klar gesungenen Refrain. Rifftechnisch ist man vor allem dem Thrash verbunden, lässt aber auch Einflüsse auch dem schwedischen Melodic Death hervorblitzen und ist damit den amerikanischen Kollegen von KILLSWITCH ENGAGE und AS I LAY DYING sehr nahe, die auf ähnliche Art und Weise deftige Härte und Eingängigkeit miteinander verbinden. Für die cleanen Vocals zeigt sich erstmals ausschließlich Klampfer Denis verantwortlich; er erledigt seinen Job als Gegenpart zur deutlich gereiften Stimme von Frontmann Andy Dörner tadellos.

Die heftig arschtretende Produktion ist erneut In Flames-Fronter Anders Friden zu verdanken, kaum verwunderlich, dass man sich beim Hören von „The Undying Darkness“ nicht selten an die Hauptband des Knöpfchendrehers erinnert fühlt. Aus dem üppigen Songmaterial Höhepunkte herauszufischen, ist kein einfaches Unterfangen; das erwähnte „I Rape Myself“, das Ohrwürmchen „It’s Our Burden To Bleed“ und das in livehaftiger Form bestimmt für mächtig Bewegung im Moshpit sorgende „Together Alone“ fallen jedoch schon bei den ersten Durchläufen positiv auf. Ein echter Hinhörer ist auch die wie ein Zäpfchen abgehende Thrashgranate „Moment Of Clarity“, bei der in höchst passender Weise KREATOR-Urgestein Mille zum Duett antritt.

Mit „Army Of Me“ schickt man diesmal sogar eine Coverversion ins Rennen. Das düstere Original von Björk eignet sich zwar hervorragend für eine Umsetzung in harte Riffs, CALIBANs Variante vermag jedoch wenig Charme zu vermitteln und fällt durch die eigenwillige weibliche Gesangseinlage gar negativ aus dem Fluss der Platte.
Trotz einander sehr ähnelnder Songaufbauten, macht „The Undying Darkness“ wegen seiner gezielt in die Magengrube treffenden Riffs und der tollen Produktion mächtig viel Spaß und sollte bei jedem Fan leicht konsumierbaren Metalcores einen Platz im CD-Regal bekommen.
26.02.06 · 4335x gelesen 10 Kommentare


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Caliban - The Undying Darkness

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CD-Info
Genre: Metalcore
Label: Roadrunner Records
Format: CD
Release: 24.02.2006

Tracklist
1.  Intro
2.  I Rape Myself
3.  Song About Killing
4.  It's Our Burden To Bleed
5.  Nothing Is Forever
6.  Together Alone
7.  My Fiction Beauty
8.  No More 2nd Chances
9.  I Refuse To Keep On Living...
10.  Sick Of Running Away
11.  Moment Of Clarity
12.  Army Of Me
13.  Room Of Nowhere


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Band-Info
Caliban
Info-Seite

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Band-Homepage
http://www.calibanmetal.com


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