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Ralf Scheidler [rs]
Experte für Futter jeglicher Art mit Tendenz zum epischen Siechtum
8.5 Punkte
Nachdem die Schweizer auf ihrem letzten Vollwerk "Reign Of Light" recht formidabel den Tanzbären raushängen liessen, auf Dauer allerdings etwas zu verklimpert und hippiesk daherkamen, bringt "Solar Soul" genau das, was ich mir persönlich von einer der interessantesten Dunkelkapellen erwartet hatte: Weniger Weltmusik, mehr düsterklare Wucht und Dynamik!

Der Titeltrack eröffnet den Reigen in bester Fäustereckmanier mit flächigen Synths, einem klar strukturierten Riff, und schlägt so ganz unverblümt einen Bogen hin zum Karrierezenit "Passage". Dessen Düsterkeit wird zwar auf der neuen Scheibe zu keiner Zeit vollends erreicht, allerdings war dies nach den unzähligen Häutungen und Neuerfindungen der Eidgenossen auch kaum zu erwarten. Dementsprechend haben selbst Tracks wie das schnellere "Promised Land" oder der Vorabtrack "Slavocracy" bei merklich aggressiveren Grundtönen immer auch einen kleinen Brocken Kreide im Hals und umgarnen den Hörer mit Spuren poppiger Leichtigkeit (z.B. in "Promised Land").
Das Angenehme dabei: Die raumgreifenden Riffs geben trotz massiven Keyboardeinsatzes stets den Ton an und auch der vokalseitige Rückgriff zu kompakten, den rhythmischen Fluss aufgreifenden Phrasierungen steht der Band hervorragend. Dies wird bei Songs wie dem leicht orientalischen "Western Ground" dann umso deutlicher, da genau diese verspielteren Tracks (auch "Quasar Waves") den Kürzeren ziehen, wenn es darum geht, Bombastorgien des Kalibers "On The Rise", "Alliance", "Ave!" oder etwa dem genialen "Valkyries New Ride" mit seinen unheilvollen Bläsersätzen und nachtschwarzen Chören auch nur ansatzweise etwas entgegenzusetzen. Es mag sehr wohl sein, dass die bunten Songs auf den letzten Alben besser dastanden - nach meinem Empfinden ist das allerdings nur eine Frage des insgesamt etwas schwächeren Materials auf selbigen Scheiben.
Richtig gut hingegen schneiden die mit weiblichem Gesang veredelten Chorusparts von "Suspended Time" ab, die sich schön einfügen und für das gewisse Etwas sorgen, welches SAMAEL zugegebenermassen erst mit und nach ihrem Referenzwerk auszubauen wussten.

Nach dem abschliessenden, ausladenden "Olympus" steht fest, dass "Solar Soul" die Schweizer Institution zurück an die Höchstform führt, indem es gekonnt ältere mit neueren Trademarks verbindet: Die kalte, reduzierte Klarheit von "Passage" verschmilzt mit dem etwas jüngeren Spieltrieb, ohne dass Letzterer dabei zu viel Leine genehmigt bekäme.
Stattdessen gibt es in transparentem Sound einen kleinen schwarzen Kristall mit SAMAELs Essenz, ein Album, welches überwältigt und auch mit einfarbiger Bühnenbeleuchtung Sogwirkung entfalten wird. Und das ist seine 8,5 Punkte mehr als wert.
04.06.07 · 3394x gelesen 12 Kommentare


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Samael - Solar Soul

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CD-Info
Genre: Black Metal / Elektro
Label: Nuclear Blast
Format: CD
Release: 01.06.2007
Spielzeit: 42:55 min

Tracklist
1.  Solar Soul
2.  Promised Land
3.  Slavocracy
4.  Western Ground
5.  On The Rise
6.  Alliance
7.  Suspended Time
8.  Valkyries New Ride
9.  Ave!
10.  Quasar Waves
11.  Olympus


Diskographie
Samael - Above
Samael
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2009
Various Artists - Wacken Open Air Full Metal Juke Box Vol. 3
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Wacken Open Air Full Me..
2007
Samael - Solar Soul
Samael
Solar Soul
2007
Samael - Reign Of Light
Samael
Reign Of Light
2004
Samael - Eternal
Samael
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1999
Samael - Exodus
Samael
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1998
Samael - Passage
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Passage
1996
Samael - Rebellion
Samael
Rebellion
1995
Samael - 1987-1992
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1987-1992
1994
Samael - Ceremonys Of Opposites
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Ceremonys Of Opposites
1994
Samael - Blood Ritual
Samael
Blood Ritual
1992
Samael - Worship Him
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Worship Him
1990

Konzertberichte
Paradise Lost, Samael & G..
Leipzig, Conne Island
12.11.2009
W(ater) O(n) A(cre) 2007
Wacken
02.08.2007
Samael, Flowing Tears
Halle, Easy Schorre
17.11.2004
Fun and Crust
Hachenburg
09.08.2002

Band-Info
Samael
Info-Seite

Samael
Band-Homepage
http://www.samael.info


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