Disbelief Lay Down Rotten Gorilla Monsoon & Iuramentum

Disbelief, Lay Down Rotten, Gorilla Monsoon & Iuramentum

DisbeliefGorilla MonsoonIuramentumLay Down Rotten
Siegen, BlueBox
15.01.2010
Same place, different time. Wieder mal Samstagabend in der Blue Box. Heute geben sich DISBELIEF die Ehre und spielen als Headliner. Davor gibt’s regionalen Support in Form von IURAMENTUM, danach beglücken die Dresdener von GORILLA MONSOON und vor dem fatalen Höhepunkt gibt’s noch ordentlich Krach von LAY DOWN ROTTEN. Die Bandauswahl überzeugt schon beim ersten Lesen, ich freue mich irre und hoffe auf eine gute Show mit Schwitzen, Bier und Blut. Und natürlich auf einen deftigen Metaleinstieg ins Jahr 2010.

Die erste Band des Abends, IURAMENTUM, verpasse ich leider, da der Beginn der Veranstaltung vorverlegt wurde. Laut Umfrage im Publikum sollen sie jedoch trotz gähnender Leere in den vorderen Reihen gut gespielt und somit einen würdigen Anfang hingelegt haben.

Weiter geht’s nach kurzem Soundcheck mit GORILLA MONSOON. Ob sich die Band nach dem berühmten amerikanischen Wrestler benannt hat, bleibt offen. Meine erste Assoziation ist jedenfalls Monsoon -> Monsun -> Durch den Monsun, aber diese Sorge bleibt unbegründet und löst sich mit den ersten Klängen ausgereiften Stoner Rocks in Wohlgefallen auf. GORILLA MONSOON überzeugen mit starken Songs, die durch den gut abgemischten Sound gewollt rotzig rüberkommen, Rock'n'Roll Baby. Der charismatische Sänger der Truppe zieht das Publikum magisch in den Bann, vor der Bühne wagen die Ersten das Moshen und Bangen. GORILLA MONSOON sind ein wahrer Publikumsmagnet. Ob das wohl an dem netten Tierschädel liegt, der den Mikrofonständer verschönert? Kleines Manko ist jedoch das Schlagzeugspiel. Zu sehr im Vordergrund und zu hölzern. Sonst eine astreine Darbietung. Mein persönliches Highlight: "50$ Whore"!

Nach diesem grandiosen Auftritt folgen nun LAY DOWN ROTTEN. Einer meiner absoluten Lieblinge, die ich auch schon des Öfteren live gesehen habe. Und dennoch ist es immer wieder neu berauschend. Auch heute liefern sie eine perversübelstgenialkrachende Show ab, bei er einfach alles stimmt: Sound, Songauswahl, Publikum. Eine perfekte Symbiose. Die sympathischen Pfundskerle verwandeln die Blue Box in ein tobendes Moshpit, das wild haareschüttelnd und stampfend zum derben Death Metal der Herborner feiert. Hier bleibt kein Fuß still stehen. Trotz absolut souveräner und eingespielter Performance wirken LAY DOWN ROTTEN noch genauso motiviert und vom Metalfieber infiziert wie bei ihren ersten Konzerten. Das Gaspedal wird durchgetreten. Übelst geil!

Nach den gelungenen Auftritten von GORILLA MONSOON und LAY DOWN ROTTEN kann man kaum glauben, dass das noch zu steigern ist. Aber es geht. DISBELIEF, mit 18 Jahren auf dem Buckel und acht Veröffentlichungen fast schon Rentner unter den Todesmetallern, spielen alle an die Wand. „Sick“, „Hell Goes On“ und „Ethic Instinct“ sind nur drei meiner Favorites, die mit voller Wucht und immenser Spielfreude daherkrachen, dass die Ohren nur so schlackern. Technisch absolut versiert und präzise, da gibt es nichts zu meckern. Hammerharte Show, von der sich so manche Band eine Scheibe abschneiden kann. DISBELIEF fetzen an diesem Abend alles weg. Nach zwei Zugaben („No Control“ und „Misery“) wanken die Herren verschwitzt in den Backstagebereich und hinterlassen eine müde, aber tausendprozentig glückliche Meute Metalfans, die nun ihrem zweiten Hobby, dem Bier trinken, frönen können.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: übelst geiler Abend mit hoch motivierten und spielfreudigen Bands! Selbst Schuld, wer hier nicht auf seine Kosten gekommen ist! Ein Kompliment auch an die Organisatoren von PointBlack, die sich immer sehr darum bemühen, ein bisschen Metal nach Siegen zu bringen. Weil, Metal ist doch nett!

Bildergalerie

Kommentare (1)

Bitte logge dich ein, um hier direkt Kommentare abgeben zu können!
hypothermie

hypothermie

am 30.01.2010 12:04 Uhr
Zitat:

"Nach den gelungenen Auftritten von GORILLA MONSOON und LAY DOWN ROTTEN kann man kaum glauben, dass das noch zu steigern ist. Aber es geht. DISBELIEF, mit 18 Jahren auf dem Buckel und acht Veröffentlichungen fast schon Rentner unter den Todesmetallern, spielen alle an die Wand."

Das kann ich mir nach zweimaliger Selbsterfahrung, beim besten Willen nicht vortstellen. Aber ist wohl auch Geschmackssache, wie so vieles andere auch...
-