Eat The Gun - Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion

Eat The Gun - Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion
Rock
erschienen am 13.03.2009 bei Limited Access Records
dauert 35:40 min
Bloodchamber-Wertung:
Community-Wertung:
(1 Stimme)
Deine Wertung:
 

Tracklist

1. Tendency To Sin
2. Solitary Sinners
3. Showdown
4. Wiser
5. Walk Out On Me
6. Blood Running Black
7. Unleash The Freak
8. Renegade
9. The Shallow Brained
10. Viva La Insane
11. Greedom Speaks

Die Bloodchamber meint:

Eine kleine Anmerkung vorweg: um ehrlich zu sein, hab ich mir diese Promo ausgesucht, weil ich wissen wollte, was sich hinter diesem Monster von Albumtitel verbirgt. Nach ein paar Durchgängen kann dazu sagen: die Platte hat weder etwas mit Knight Rider noch mit Thrash im Bloodchamber-üblichen Sinn zu tun.

Das ist aber kein Hindernis für den locker flockig aus der Hüfte geschüttelten Rotzrock von EAT THE GUN. Die Minimalbesetzung mit drei Mann sorgt für angenehme Geradlinigkeit und Unkompliziertheit, dabei sind viele Lieder eingängig wie nichts Gutes. Etwas DANKO JONES Schnoddrigkeit, ein bisschen WOLFMOTHER Überdrehtheit und eine ordentliche Portion Schrammelgitarren aus Schweden und Großbritannien werden von den drei Münsteranern in einen Topf geworfen und zu dynamischen, energetischen Smashern verwurstet. Die Produktion ist dabei sehr passend leicht verwaschen und krachig, was wie die Faust aufs Auge zur Atmosphäre passt und den Instrumenten viel Luft zum Atmen lässt.

Die Schnörkellosigkeit der meisten Lieder greift sofort, egal ob mal mehr nach 90er Art zum Hüpfen eingeladen wird („Blood Running Black“), der Gesamtton eine Spur ruhiger ist („Renegade“) oder einfach geradeaus gerockt wird. Musik, die über Genre- und Geschmacksgrenzen hinweg zum Abzappeln und sich Wohlfühlen einlädt. Bei so einer charmanten Einladung möchte man nicht Nein sagen.

Und während „Tendency To Sin“ oder das mit riesigem Hitpotential ausgestattete „Viva La Insane“ dafür sorgen, dass „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ sich langsam aber sicher in den Club-Playlists der Nation immer weiter nach oben arbeitet, gibt es nur ganz wenig Mittelprächtiges oder aus dem Rahmen Fallendes. Das etwas müde wirkende „Greedom Speaks“ und das mit einer Menge Prominenz versehene „Wiser“ (Henning Wehland (H-BLOCKX), Ingo & Guido Knollmann (DONOTS) und der gleichzeitig als Produzent verantwortlichen Claus Grabke (u.a. DOG EAT DOG & THE DATSUNS, selbst aktiv u.a. bei THUMB)) sind dabei an erster Stelle zu nennen.

Aber der Promozettel spricht die Wahrheit, wenn da steht, dass EAT THE GUN nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind. Wer auf rauen, rotzigen, schrammeligen Rock steht, kommt 2009 nicht an EAT THE GUN vorbei und sollte sich eher mal in Richtung „Super Pursuit Mode Aggressive Thrash Distortion“ umhören, statt den immer gleichen, mittlerweile oft satt wirkenden alten Bands das Geld einfach in den Rachen zu werfen.

Kommentare (0)

Bitte logge dich ein, um hier direkt Kommentare abgeben zu können!
-