Avatarium - Avatarium

Avatarium - Avatarium
Doom Metal / Hard Rock
erschienen am 01.11.2013 bei Nuclear Blast
dauert 49:14 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Moonhorse
2. Pandora's Egg
3. Avatarium
4. Boneflower
5. Bird Of Prey
6. Tides Of Telepathy
7. Lady In The Lamp

Die Bloodchamber meint:

Auch im Bereich der harten Musik gibt es so etwas Bohlensche Prinzip. Kennst du eins, kennst du alle. Beste Beispiele dafür wären MOTÖRHEAD oder besonders AC/DC. Im Doom Bereich trifft das im Prinzip auf alles zu, was Leif Edling so in Noten umsetzt. Seine Nebenband KRUX klingt wie CANDLEMASS und sein momentanes Projekt hört sich dann auch an wie...

...naja, CANDLEMASS halt. Der Vorteil dabei ist aber, dass es sich immer um hochwertige Musik handelt. AVATARIUM machen da weiter, wo Edlings Hauptband vor ein paar Jahren ihre Fahrt beendet hat oder gar nicht erst wieder richtig aufgenommen hat. Schöner atmosphärischer Doom-Metal, mit epischen Einschlägen, leicht verdaulich und auf hohem Niveau glatt ins Ohr gehend. Wie gesagt, im Prinzip nichts Neues, wäre da nicht ein Doppel-X Chromosom an die Frontposition gestellt worden. Und dadurch wird die Musik dann auch gleich ein wenig interessanter, als sie ohnehin schon ist. Ob Ähnlichkeiten zu den Kanadiern von BLOOD CEREMONY gewollt sind, weiß ich nicht, aber den okkulten Charakter erreicht ''Avatarium'' ohnehin nie. Dafür aber schaffen die Schweden ein Retrofeuerwerk zu zünden, was es so von anderen Bands kaum zu hören gibt, jedenfalls nicht in den letzten zwei, drei Jahren.

''Avatarium'' ist eine CD, mit anständiger Produktion, die jedem Doom Jünger alter Schule zusagen sollte. Es gibt starke Songs, wie der Opener und weniger gelungene Stücke wie ''Pandora's Egg'' (schön zu wissen, dass Pandora nicht nur 'ne Dose hatte). Aber der einzige wirkliche Schwachpunkt ist, dass dieses Album eine gewisse Eigenständigkeit vollkommen vermissen lässt und so klingt, wie alles..
Ach, siehe oben!
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