Parachutes - Vultures

Parachutes - Vultures
Emocore
erschienen am 15.02.2008 bei Redfield Records
dauert 43:14 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Fist Up and Boots Off Motherfuckers
2. Flatlines
3. March Of The Machines
4. Vultures
5. Ignorance Is Bliss
6. The Spell
7. Buckle Your Belt Dorothy Cause Kansas Is Going Bye Bye
8. I'm A Steamin' Son Of A Gun
9. Throw The Towel! Throw The Damn Towel!!!
10. Neverender

Die Bloodchamber meint:

Ein klein wenig Angst hat man doch, wenn man ein Emo/Screamo-Album aus deutschen Landen vorgelegt bekommt. Angst vor nervigen Klischees, Angst vor klebriger Poppigkeit, Angst vor purer Langeweile und natürlich die Angst vor misslungenen Clean-Vocals. Mit anfänglicher Skepsis begegnet man deswegen auch PARACHUTES aus dem Saarland, die mit “Vultures” bereits ihr zweites Full-Length-Album vorlegen. Glücklicherweise zeigt sich nach dem ersten Hören, dass nahezu alle Ängste völlig unbegründet sind.

Klar erfüllt auch diese Band diverse Klischees. Dank des durchdachten Songwritings sieht man über so etwas gern hinweg. Die Saarländer können auf jeden Fall mitreißende Songs schreiben, die zwar stets mit dem bekannten Wechselspiel Screams/zerbrechlicher Gesang daherkommen, aber mit erfrischendem Abwechslungsreichtum und einprägsamen Melodien auftrumpfen können. Langweilig wird es daher nie, leicht klebrig nur selten, dafür aber besonders in der arg poppigen Ballade “The Spell”, bei dem für den Gesang gar ein Verzerrer eingesetzt wird.

Die Clean Vocals sind ansonsten, genau wie die Screams, durchweg gelungen. Es ist eine deftige Portion Härte vorhanden, die ein Abrutschen ins Belanglose und Weichgespülte zu verhindern weiß. Wie es aber mit Bands dieses Genres nun mal so ist, müssen sich auch PARACHUTES aufgrund ihrer stilistischen Ähnlichkeit mit Größen wie ATREYU vergleichen lassen. Und da kommt man definitiv noch nicht heran, auch wenn der Eindruck, den “Vultures” hinterlässt, ein wirklich guter ist.
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