Die Apokalyptischen Reiter Final Breath Carnage Inc. Motörblöck Left to Rot

Die Apokalyptischen Reiter, Final Breath, Carnage Inc., Motörblöck, Left to Rot

Die Apokalyptischen Reiter
Großenfalz, Wagnersaal
18.01.2004
Das traditionelle Neujahressingen war angekündigt, und die Leute kamen, trotz der ultra beschissenen Beschilderung des deutschen Staates. Aufgrund dessen, haben wir natürlich wie das Leben einem so mitspielt die erste Band LEFT TO ROT verpasst, weswegen ich mich auch um einen Kommentar drücke. Dann erst mal den Saal angeschaut. Irgendwie sah es aus wie bei einem Dorffasing. Überall bunte Girlanden, und komische Glitter Bühnendeko. Zudem gab es aber Sitzreihen an den Seiten, was manche sehr zu begrüßen schienen. Weiter ging es nun mit einer MOTÖRHEAD Revival Band namens MOTÖRBLÖCK. Schön und gut. Ich bin dennoch der Meinung dass man lieber einer weiteren kleinen Band aus der Region die Möglichkeit gegeben hätte ihr Können zu zeigen, denn die Lemmy Freaks waren zwar ganz nett, alles in allem aber irgendwie belanglos. Sie konnten die Songs zwar recht gut covern, aber vor allem die Stimme hat der Fronter nicht mal ansatzweise so cool wie Lemmy Kilmister himself hinbekommen. Wie gesagt: nett, aber nix besonderes. Also fing der Abend für mich erst richtig mit CARNAGE INC. An, die leider an diesem Freitag ihren Abschiedsgig bestritten, da sie sich auflösen werden. Sehr schade, da sie mit ihrem teils ultraschnellem Geprügel, gepaart mit groovenden Mosh Parts doch schon sehr Stimmung verbreiteten. Höhepunkt des ganzen war dann der Tanz der abmoshenden Meute mit Bandmaskottchen Fred (eine Schaumstoffpuppe mit blutverschmiertem Hemd), der dann eben nach und nach sämtliche Gliedmaßen abgeben musste. Sehr stimmungsvoller Gig, der Spaß gemacht hat und sehr geschlaucht hat. Deshalb an die Bar. Und hier dann der absolute Kritikpunkt. Wieso kostet ein verdammt kleines 0,3 Glas Cola mehr als ein Bier? Mehr Verarsche geht wohl nicht. Einen Riesen Dank an den Betreiber des Wagnersaals.

Nun war die Zeit gekommen für die Franken Thrasher von FINAL BREATH. Der schnelle und unbarmherzige Thrash Metal mit leichten Death metal Anleihen zog dann auch schnell viele Leute in seinen Bann. Fronter Jürgen wuselte überall herum und kreischte, brüllte oder was weiß ich was sich die Seele heraus. Der Sound war sehr ausgeglichen, was dem Inferno nur zugute kam. Ein sehr geiler Pit während einiger Songs zeigte dann auch dass die Anwesenden ihren Spaß hatten. Durch die starken Songs und die absolut vorhandene Spielfreude wurden FINAL BREATH absolut dem Highlight Status des Abends gerecht.
Danach gab es erst einmal eine etwas längere Umbaupause, um die Bühne für DIE APOKALYPTISCHEN REITER vorzubereiten. Versüßt wurde uns das ganze mit einem Potpourri aus der gesamten Geschichte des Kinderfernsehens, und Welthits wie „Wickie“ oder „Mana Mana“ wurden sogar von vielen Anwesenden mitgesungen oder gesummt. Doch irgendwann war es dann auch einmal soweit. Der Vorhang wurde aufgezogen – Bühne frei für die REITER. Als Einstiegssongs wählte man „Wilkommen“ von der aktuellen CD und hatte das Publikum sofort im Griff. Überall wurde gesungen, gesprungen, gebangt oder zwischendurch auch mal ein ordentlicher Kreis aufgezogen. Dr. Pest stand wie immer bekleidet mit einer S/M Maske sehr souverän hinter den Keys, Sir G an den Drums, Volk – Man am Bass und der Tourgitarrist dessen Namen ich leider vergessen habe sorgten für eine absolut perfekte Musik Untermalung bei glasklarem Sound. Sänger Eumel tanzte dazu wie ein Wildgewordener auf der Bühne hin und her, kickte hier und da in die Luft und zeigte auch sonst sehr viel Bewegungsdrang. Bei Hits wie „We will never die“ , „Instinct“ oder den Bandhits „Reitermania“ und „Metal will never Die“ konnte sich dann natürlich keiner mehr zurückhalten. Zwischendurch wurde dann mal jemand von Dr. Pest und seiner Peitsche gepeinigt, und im Zugabenteil durften zwei Jungs aus dem Publikum ihre Bauchtanzfähigkeiten (die so ziemlich gegen null tendierten) zu „Fatima“ zeigen. Ein sehr geiler Auftritt, tolle Stimmung, super Sound. Was will man mehr. Mein anschließendes Gespräch mit den beiden REITER Eumel und Volk – Man könnt ihr in unserer Interview Sektion nachlesen.

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