October Falls - The Womb Of Primordial Nature

October Falls - The Womb Of Primordial Nature
Black Folk Metal
erschienen am 20.06.2008 bei Debemur Morti Productions
dauert 38:13 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. I
2. II
3. III
4. IV

Die Bloodchamber meint:

„The Womb Of Primordial Nature“ – so heißt das neue Album von OCTOBER FALLS aus Finnland. Die Band um Mastermind Mikko Letho beschreitet mit dieser CD einmal mehr den Weg des folkloristischen Black Metals.

Die Scheibe ist in vier Stücke aufgeteilt, welche namenlos sind, beziehungsweise nur als I, II, III und IV betitelt sind und im Schnitt alle eine Spiellänge von zehn Minuten aufweisen. Nachdem die im Jahr 2007 erschienene EP „Sarastus“ rein akustischer Natur war, wandelt „The Womb Of Primordial Nature“ wieder mehr in den Fußstapfen von „The Streams Of The End“.

OCTOBER FALLS verstehen es, eine wunderbare und fantasievolle Welt mit ihren Klängen zu erschaffen. So gelingt es der Band mit ihren Arrangements eins ums andere Mal, den Hörer zum Träumen anzuregen. Herrlich entrückt klingen die vier Stücke, die mehr als Gesamtkunstwerk angesehen werden sollten, denn als Einzelkompositionen.

Wie schon auf „The Streams Of The End“ setzt Songschreiber Mikko Letho auf die Kombination von elektrischen und akustischen Gitarren, sowie melancholischen Melodielinien und der alles durchdringenden atmosphärischen Grundausrichtung der Stücke. Die Lieder sind ergreifend und tiefgründig und lassen den Hörer nicht mehr los, haben sie ihn erstmal in ihren Bann gezogen.

Die Nähe zu den Frühwerken von ULVER ist noch immer unüberhörbar. Ähnlich ausgependelt ist auch das Zusammenspiel zwischen Härte/Kälte und Melodie/Melancholie/Atmosphäre. Auch EMPYRIUM haben der Musik von OCTOBER FALLS merklich Pate gestanden.

Es sollte aber noch bemerkt werden, dass „The Womb Of Primordial Nature“ kein einfaches Werk ist. Man muss sich mit den Strukturen und den einzelnen Abschnitten beschäftigen und auseinandersetzen. Denn gerade durch die atmosphärische Komponente sind die Stücke sehr tief greifend, facettenreich und auf ihre Art und Weise auch komplex. Easy-Listening orientierte Hörer sollten also besser zu anderen Alben greifen.

OCTOBER FALLS bieten auch mit ihrem aktuellen Album eine fantastische musikalische Reise durch träumerische Klanglandschaften. „The Womb Of Primordial Nature“ erzählt Geschichten voller Emotionen, Leidenschaft und tiefster Zerrissenheit. Ich bin begeistert von der musikalischen Umsetzung, wenngleich mich „The Streams Of The End“ einen kleinen Tick mehr zu fesseln vermochte und noch immer vermag.
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