Gorgoroth - Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt @ Bloodchamber.de

Gorgoroth - Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt

Gorgoroth - Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt
Black Metal
erschienen am 23.10.2009 bei Regain Records
dauert 34:48 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Aneuthanasia
2. Prayer
3. Rebirth
4. Building a Man
5. New Breed
6. Cleansing Fire
7. Human Sacrifice
8. Satan-Prometheus
9. Introibo ad Alatare Satanas

Die Bloodchamber meint:

(Un)Heilige Scheiße, dieses Jahr ist ja echt voll von spannenden Veröffentlichungen! Nicht nur ABSU und IMMORTAL melden sich mit neuen Alben zurück, nein, auch Infernus präsentiert im diesjährigen Herbst das neue GORGOROTH-Werk "Quantos Possunt ad Satanitatem Trahunt". Nun, was an dieser Scheibe so besonders ist? 'Der Vorgänger erschien doch auch nur drei Jahre zuvor' wird sich jetzt sicher einer denken. Nunja, aber dass die Herren Ghaal und King nach langem und zähem Gerichtsprozedere im Kampf um den Namen GORGOROTH nicht mehr an Bord sind, habt ihr aber schon mitbekommen, oder? Und die Tatsache, dass die Songs auf "Quantos..." wieder aus Infernus' Feder stammen, denn schließlich übernahm zwischenzeitlich King dieses Amt, macht die Sache noch interessanter. Ein zweites "Antichrist" oder gar "Under the Sign of Hell"? Wäre doch möglich, zumal alte Bekannte, wie Sänger Pest, wieder mit dabei sind. Ich für meinen Teil bin äußerst gespannt!

Bereits die ersten Sekunden des Songs "Aneuthanasia" beweisen, dass GORGOROTH wieder die Pfade zu ihren Wurzeln eingeschlagen haben. Hasserfüllt und bedrohlich hämmert das satantische Feuerwerk im strikten Marschtempo à la "Possessed (by Satan)" los. Also ganz im Stile des Klassikers "Antichrist", ohne irgendwelche stilistischen Ausflüge, wie man es von späteren Werken her kennt. Die Hetzjagd durch das alte Unterholz geht auch immer streight weiter. Mit "Building a Man" zum Beispiel hat der Hörer ein melodisches, dramatisches, und dennoch böses Werk, was mich an so manche Hymne von "Under the Sign of Hell" erinnert. Auch das triolische Schlagzeugspiel, das sich zwischen Doublebass-Wänden und Blast-Gehacke bewegt, unterstützt diesen Gedanken tunlichst. Sogar den cleanen Gesang hat man beibehalten, auch wenn es sich nur auf den Song "Satan-Prometheus" beläuft. Rein musikalisch ist das Werk eine echte Macht, da man zum einen an alte Werke erinnert wird und dennoch einen modernen Einschlag hat.

Perfekt ist die Scheibe aber dadurch leider nicht, denn die "Quantos..." weist leider den ein oder anderen Kaputtmacher auf. Da wäre zum Beispiel Sänger Pest, den man schon in besserer Form gehört hat. Irgendwie scheint es so, als fehle die Power in den Stimmbändern, wobei er seinen Dienst auf der Platte im Großen und Ganzen durchaus tut. Schlimmer hingegen ist der Sound. Die Gitarren könnten für meinen Geschmack noch etwas roher und sägender abgemischt werden, so klingen sie doch etwas steril und dadurch etwas lasch. Zudem nervt der Schlagzeugsound ein bisschen, da er zu technisch klingt (was wohl auf Trigger und Co. zurück zu führen ist).

Aber schlussendlich lässt sich sagen, dass GORGOROTH sehr wohl ohne Ghaal und King bestehen kann, dieses Album ist der Beweis. Ohne irgendwelche Experimente zu wagen, sind Infernus und Co. zu dem zurück gekehrt, womit das Übel GORGOROTH einst begann. Echt schade, dass hier der Sound nicht mitspielt, das wäre sonst vielleicht sogar eine glatte 10 geworden! Eine 8 tut es aber auch vorerst, oder?
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