Beissert - Nothin' Left To Luv

Beissert - Nothin' Left To Luv
Sludge Metal / Hardcore
erschienen am 25.05.2007
dauert 50:13 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Khold Grave
2. PanzerPapst
3. True Source
4. Wild Hunt I
5. Wild Hunt II
6. Harvest Song
7. Nothin' Left
8. Goat'n'Bull
9. Re-Call To Arms
10. Never Existed

Die Bloodchamber meint:

Welch seltsamer Name für eine Band, aber Nomen muss ja nicht immer Omen sein, nicht wahr?! BEISSERT kommen aus Dresden und legen hier ihr erste Scheibe vor, die auf den schönen Namen ''... Nuthin' Left To Luv!'' hört. Das Artwork erinnert an die Gebrüder Grimm und im Innenteil erwarten uns gar brünftige Hirsche, die durch die Steppe blöken. Na mal sehen, was es da mit der Musik auf sich hat.

Der erste Song klingt noch nach groovigem Metal amerikanischer Prägung: Melodischer Gesang und treibende, aber nicht gerade schnelle Passagen bestimmen das Bild. Das Riffing lässt aber hier schon fehlendes Feingefühl erkennen, klingen die Giarrenriffs doch ein wenig wie aus dem Lehrbuch.

Im weiteren Verlauf der Platte spielen BEISSERT von allem ein bisschen: Mal klingt das Ganze nach Stoner/ Südstaatenrock, mal nach Hardcore, mal nach Metal, letzteres allerdings eher im Ansatz. Das Bild wird durch groovige bis geschrubbte Gitarrenläufe bestimmt, die es allerdings nicht schaffen, den Hörer zum Luftgitarrespielen zu animieren, sondern eher zum Einnicken. Alles klingt wie schon einmal gehört, außerdem sind die Riffs, die fett sein sollen, keine richtigen Walzen, die einen wegbügeln. Das Album plätschert so belanglos und ohne Höhen vor sich hin.

Am allerschlimmsten ist aber die Stimme von Sänger Sebarthold, der im ersten Song noch richtig gut klingt, ab Song Nummer zwei aber stark abbaut und klingt wie Oderus Urungus von GWAR. Er beschränkt sich auf aussageschwaches Gebrülle, bei dem jegliches Flair verloren geht.

Der letzte Track setzt dem Ganzen die Krone auf, präsentiert man hier doch dreisterweise ein 35- minütiges Stück, das eher einer Jamsession ähnelt, das Saxophon darf natürlich nicht fehlen.

So jetzt ist aber genug. Platte aus und Feierabend. Das war dann wohl nichts und BEISSERT sollten noch einmal ganz genau überlegen, wo sie mit ihrer Musik hinwollen und ob man so ein Produkt den Hörern zumuten kann.
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