Dawn Of Demise - A Force Unstoppable

Dawn Of Demise - A Force Unstoppable
Death Metal
erschienen am 05.02.2010 bei Deepsend Records
dauert 35:24 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Multiple Flatlines
2. Awaken the Aggressor
3. Reap the Suffering
4. Leech the Blood
5. Bludgeon
6. Amongst the Tortured
7. Heinous Acts of War
8. Malevolence Converged
9. Juggernaut

Die Bloodchamber meint:

Eigentlich dachte ich, DAWN OF DEMISE gehört zu der Sorte Bands, die nach einer ersten EP wieder in der Versenkung verschwinden. Für „Hate Takes Its Form“ konnte ich mich, als ich es vor etwa einem Jahr mal zu Ohren bekam, nämlich nicht unbedingt begeistern. Und „A Force Unstoppable“, mit dem die Dänen jetzt nachlegen, kann im Großen und Ganzen ebenfalls nicht überzeugen.

DAWN OF DEMISE wechseln zwischen Mid Tempo-Passagen und schnellen Elementen, das Schlagzeug legt dafür eine dumpfe und groovige Basis. Was mich stört ist, dass nach den Breaks leider nicht allzuviel passiert, es wird ohnehin schon wenig Spannung aufgebaut und danach wird man dem nicht mal gerecht. Die Tempowechsel sind also größtenteils für die Katz. Dagegen weiß die Leadgitarre, wenn sie denn mal zum Tragen kommt, den Hörer gepflegt in ihren Bann zu ziehen, mal kreischend und mal mit rockigen Riffs. Grindcore-Einflüsse machen sich immer wieder bemerkbar, besonders der gurgelnde Frontmann verbreitet ein Gefühl von monotoner Eingängigkeit. Nach einigen Durchläufen bleibt schließlich zu wenig hängen und einen überkommt das Gefühl, dass mit dieser Gruppierung Mittelmaßgeschwader aus Dänemark unterwegs ist.
Solide ist das Album auf jeden Fall, aber jeder euphorische Kniefall meinerseits bleibt aus, vielleicht kamen in letzter Zeit zu viele gute Sachen auf den Markt, jedenfalls kommt DAWN OF DEMISE mit keinem Song über einen Mittelfeldplatz hinaus. Der Tauglichkeitsgrad beschränkt sich daher am ehesten darauf, auf brutale Weise im Hintergrund dahinzuplätschern, aber ein Langzeitbedürfnis kommt nie auf.
Soundtechnisch ist „A Force Unstoppable“ dumpf - mit viel Bässen, wenig Mitten und eigentlich gar keinen Höhen ausgefallen. Irgendwie passt das aber sehr gut zur Musik, beides ist unauffällig und lässt die Gedanken so krass abdriften, dass einem erst wieder auffällt, dass man eigentlich gerade Musik hören will, wenn die Spielzeit am Ende angelangt ist und eine Art betretenes Schweigen von den Boxen ausgeht.
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