Constantine - Shredcore

Constantine - Shredcore
Instrumental Metal
erschienen am 02.07.2010 bei 7Hard
dauert 36:14 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. 2 Fast 2 Furious
2. Distracted
3. Rational Chaos
4. Jihad
5. A Fine Day To Die
6. The Blame Game
7. A Rose For Rejection
8. A Tear In The Open
9. Playing With Fire

Die Bloodchamber meint:

Wer sich ein bisschen mit der Metal-Szene beschäftigt und nur einen flüchtigen Blick auf das Cover der CD "Shredcore" wirft, das Hauptakteur CONSTANTINE mit 2 Gitarren ziert, der weiß schon relativ sicher, was ihn hier erwartet: ein durchaus talentierter Saitenhexer, der sich u.a. bei NIGHTRAGE, DESCENDING und MYSTIC PROPHECY die Finger wund spielt, veröffentlicht eine Solo-Leistungsschau. Über den Sinn eines solchen Werkes lässt sich natürlich streiten, mir erschließt er sich nur selten.

Dass CONSTANTINE an seinem Instrument überdurchschnittlich begabt ist, dazu benötigt es nicht erst einen Durchlauf von "Shredcore", das kann man bereits auf seinen Veröffentlichungen in diversen Bandkontexten nachvollziehen. Einen qualitativen Abfall gibt es demnach hier nicht zu vermelden. Sämtliche Geschwindigkeiten werden von ihm furios und leidenschaftlich beackert. Laut und leise, schnell und langsam, die komplette Bandbreite findet man auf dem nicht zu Unrecht "Shredcore" betiteltem Solowerk. Auch wenn Konstantinos Kotzamanis, so der eigentliche Name von CONSTANTINE, ein treffsicheres Gespür für nette Melodien, schnelle Gitarrenläufe und durchaus progressive Arrangements hat, so werde ich das Gefühl nicht los, dass es sich hier primär um eine Demonstration technischer Fertigkeiten anstatt eines durchkomponierten Kunstwerkes handelt. Stilistisch findet man das komplette Spektrum von CONSTANTINEs weiteren Betätigungsfeldern vor, wobei deren Güte nie erreicht wird. Die weitere Instrumentalisierung, Schlagzeug von Frank Huber, Keyboards von Bob Katsionis, von "Shredcore" ist eher zweckmäßig und hebt einzelnen Songs nicht über ein durchschnittliches Niveau. So sind die dargebotenen 36 Minuten zwar relativ kurzweilig vorbei geflogen, jedoch bleibt nicht wirklich der ein oder andere Song hängen und man fühlt sich auch nicht genötigt, die Repeat-Taste zu drücken.

CONSTANTINE ist mit "Shredcore" zwar meilenweit von reinem Gitarrengewichse entfernt, jedoch gelingt es ihm nicht, seine Fähigkeiten in spannende und fesselnde Songs umzumünzen, nach wie vor das Wichtigste an jeglichen musikalischen Veröffentlichungen. Vielleicht müsste ich selber Gitarrist sein, um mich an diesem Werk zu ergötzen, so bleibt nur ein gutes, wenn auch kein überragendes Instrumental-Album, das meine persönliche Meinung zu diesem Thema nicht wirklich ändern wird. Wer auf diese Art von Musik steht, darf wohl getrost rein hören, alle anderen greifen lieber zu Werken von NIGHTRAGE, DESCENDING oder aber auch MYSTIC PROPHECY.
-