Hexentanz - Nekrocrafte

Hexentanz - Nekrocrafte
Ambient / Sonstiges
erschienen am 01.07.2011 bei Agonia Records
dauert 42:34 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Midnight Procession
2. Mark Of The Witch
3. Devil's Mass
4. Birth Is Through Blood
5. Binding Of Shadows
6. Profane The Twelve
7. Bringer Of The Luciferian Flame
8. Abjuring The Cross
9. Dirge To The Deceased
10. Ritual Kiss To Satan
11. Oh, Blessed Beast

Die Bloodchamber meint:

Um es gleich vorneweg zu nehmen: bei HEXENTANZ handelt es sich in keiner Weise um irgendeine Stilart des Metal. Nein, hier ist nicht eine Gitarre zu hören. Eher könnte man es Ritual Musik nennen, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Und das, obwohl die Musik von “Nekrocrafte” schon in dem ein oder anderen Horrorfilm zu hören war. Horrorfilm? Ja, wie passend. Setze dich abends alleine in ein kleines, vollkommen abgedunkeltes Zimmer, zünde ein paar Kerzen an und lege “Nekrocrafte” ein und du weißt, was gruselig ist.

Als sehr dumpf könnte man den Sound bezeichnen, was aber durchaus stimmig zur Musik von HEXENTANZ ist. Dazu kommt der Einsatz von sehr spezifischen Instrumenten, wie z.B. eine Leier, Marimba, div. Holzschlaginstrumente, Chimes oder auch Glocken kommen hier zum Einsatz. Sehr morbide jedoch kommen die Knocheninstrumente rüber. Ja richtig, HEXENTANZ verwenden echte Knochen als Schlagwerkzeug, was die Stimmung noch gruseliger macht, wenn man das im Hinterkopf hat.
Doch wer hier langweilige Dark Ambient Musik vermutet, liegt vollkommen falsch. Die starken Rhythmen werden durch Effekte, wie starke Stürme, Regenprasseln oder Feuer verstärkt und mit Schwüren, Chören, dunkel anmutende Gebete und satanischen Sprachsamples begleitet. Häppchenweise etwas an DEAD CAN DANCE (ohne Gesang natürlich) und altem MORTIIS erinnernd, versprühen HEXENTANZ hier eine so derartige tiefschwarze Atmosphäre, dass einem ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

“Nekrocrafte” zu beschreiben ist schwierig. Man sollte es sich anhören und in die Welt von HEXENTANZ eintauchen, um dem Reiz der Musik zu verfallen.
Ich habe lange überlegt, ob ich diese Scheibe bewerten soll, aber aufgrund der morbiden Atmosphäre und der wirklich, über die gesamte Spielzeit, gelungenen Song- und Soundstrukturen zücke ich die Höchstpunktzahl. Man sollte aber bedenken, dass die Musik von HEXENTANZ nicht wirklich vergleichbar ist. Für mich aber mit Abstand das Beste, was der Ambient-Bereich (wenn man das als solchen bezeichnen kann) bisher zu bieten hat. Geile, kranke Scheiße!
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