Slingblade - The Unpredicted Deeds Of Molly Black

Slingblade - The Unpredicted Deeds Of Molly Black
Heavy Metal
erschienen am 28.10.2011 bei High Roller Records
dauert 47:52 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. The Nature Of Evil
2. Back To Class
3. Tie Her To The Cross
4. The Demon
5. Reverend's Daughter
6. Slasher On The Loose
7. Off The Hook
8. This Dream Will End
9. Molly's Death
10. Give Back What You Borrow

Die Bloodchamber meint:

Gibt es noch irgendeinen Schweden, der nicht in einer Rock- oder Metalband spielt? Nach dem Ende von ALCAZAR wohl nur noch die unseligerweise wiederbelebten ROXETTE, aber zu unserem großen Glück nicht SLINGBLADE. Der mit einem halben Bein im Rock stehende Heavy Metal des Quintetts nimmt mit seiner fein ausgewogenen Balance zwischen simplem Drive, knackigen (Rock-)Soli und leidenschaftlich charmant vorgetragenen Mitsingeinladungen sofort gefangen. Das größte Verdienst gebührt dabei Sängerin Kristina Karlsson, die eine neue Klangfarbe in die männerlastige Welt des Heavy Metal bringt und ebenso hin- wie mitreißen („The Demon“!) kann.

Seit ALICE COOPER hat man unabhängig von der Distanz zum Objekt nicht mehr so gerne etwas zum Thema Schule gehört wie „Back To Class“, sogar der Wehmut über den dem Herbst angemessenen Einstieg „Summer’s over – back to class!“ verfliegt dank der Leichtigkeit von SLINGBLADE im Nu. Eine schleppendere Nummer wie „Slasher On The Loose“ wird von der Leadgitarre interessant gehalten, das leicht mysteriöse „This Dream Will End“ lebt von Kristina und das Zusammenspiel beider überspielt die (etwas) zu plumpe Wiederholung des „Off the hook“ im gleichnamigen Lied, zugegeben mit Hilfe des so klaren wie gewitzten „I’m back with the knife – now pay with your life!“.

Gäbe es nicht zwei mehr oder weniger gewichtige Schönheitsfehler, müsste man „The Unpredicted Deeds Of Molly Black“ ohne Rücksicht auf Verluste lobpreisen. So bleibt es aufgrund der nicht gerade wahnsinnig ausgeprägten Eigenständigkeit der Instrumentalabteilung und des Satthörfaktors – erst kann man tagelang nicht von dem Album lassen, dann muss man dringend eine Woche Pause einlegen – bei einem ehrlichen, hochverdienten dicken Lob, verbunden mit der inständigen Bitte an SLINGBLADE, DAS auf die Bühnen Europas zu bringen.
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