Enemynside - Let The Madness Begin

Enemynside - Let The Madness Begin
Thrash Metal
erschienen in 2005 bei Temple Of Noise
dauert 42:52 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Suddenly Mad
2. Bad Junks
3. Ex-x-es
4. I Memory Free
5. Your Enemy Inside
6. Speed Killing
7. Peace Of Mud
8. Unchained
9. Scars
10. Hatestone

Die Bloodchamber meint:

Neben der ganzen Melodic/Symphonic Mischpoke scheint sich in Italien immer mehr eine durchaus vitale Thrash Szene zu etablieren; landeten doch in letzter Zeit durchaus ansprechende Scheibchen von Formationen wie Hatework, Deliverance, Urto, Death Mechanism oder Irreverence auf meinem Schreibtisch. Dieser Trend wird nun durch Hardebaran fortgesetzt, welche die Debütscheiben der Combos ENEMYNSIDE und Rainspawn (Review folgt in den nächsten Tagen) nun auch europaweit unters Volk bringen. Erstgenannte Band mit den durchaus coolen Namen liefert mit „Let The Madness Begin …“ einen zweifellos anständigen Einstand ab, der allerdings in Little Italy schon vor zwei Jahren veröffentlicht wurde.
Das Quartett um die beiden Saitenhexer Francesco Cremisini und Matteo Bellezza spielt eine Melange aus typischem Geprügel der Marke Destruction und dezenten Bay Area Einflüssen, die sich vor allem bei den melodischen Riffs und gelungenen Solopassagen bemerkbar machen. Überhaupt setzt die Band anscheinend auf einen gesunden Mittelweg, denn so richtig extrem sind ENEMYNSIDE in keinster Weise, sondern immer darauf bedacht, möglichst angenehm harmonisch, aber dennoch aggressiv zu klingen. Dieser Kompromiß hört sich beim ersten Durchlauf absolut gelungen an, offenbart aber bei mehreren Rotationen auch einen Makel : die Truppe tönt letztlich einfach zu vorhersehbar und hat – wie fast alle italienischen Combos – das Problem der fehlenden Eigenständigkeit. Zwar gehen alle Songs, die weder zu schnell noch zu langsam inszeniert wurden, gut ins Ohr, aber eben auch genauso gut wieder heraus. Der letzte Kick bzw. eine gescheite Hookline und somit ein Hit fehlt dem Vierer einfach (noch), obwohl gute Ansätze zugegebener Maßen an allen Ecken und Ende hindurchschimmern.
Sicherlich eine gelungene, zu großen Teilen auch gut produzierte Thrash Scheibe, die allerdings noch nicht reif für die erste Liga ist. Genre Fans können aber – nicht zuletzt dank der guten Gesangsleitung von Cremisini – durchaus eine kleine Notiz auf dem Einkaufzettel machen.
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