Undiluted - The Withering Path

Undiluted - The Withering Path
Doom Metal
erschienen am 30.10.2015 bei STF Records
dauert 53:41 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. World's End
2. Descending Winters
3. Drifting
4. The (Final...) Dawn Of The Centuries
5. From Time Immemorial
6. Yearning

Die Bloodchamber meint:

UNDILUTED sind eine 2011 gegründete Combo aus Hessen und wer sich nur kurz mit den Liedtiteln beschäftigt, kann die Band schnell einordnen. „World's End“, „Descending Winter“ oder auch „From The Immemorial“ heißen die guten Stücke. Ganz klar, hier haben wir es mit Doom Metal zu tun.

Der Opener „World's End“ beginnt düster und unheimlich und nachdem die kurze Einspielung von den Instrumenten abgelöst wird, geht es schleppend und zäh voran. Zu den tiefer gestimmten Gitarren gesellt sich ein Keyboard mit sphärischen Hintergrundklängen. Die beginnende Düsterkeit wird nun von triefender Melancholie abgelöst. Dazu gesellt sich bestens der Gesang, der technisch korrekt daherkommt und die Wörter trotzdem nur so auskotzt. Von der metallischen Härte jedoch, welche man sich nach den ersten paar Sekunden vorgestellt hat, ist schon bald nicht mehr viel übrig. Dafür sind die Keyboardklänge zu brav und der Gesang zu nett. Eingehüllt in tiefster Traurigkeit schleppen sich UNDILUTED somit von Akkord zu Akkord, von einem Lied zum nächsten. Und diese eben erwähnten Merkmale werden sich auch nicht mehr viel ändern. Bei einer Länge von ungefähr acht Minuten pro Song gibt es erstaunlich wenig Entwicklungen. Die Spannung kann nur für die ersten zwei Lieder gehalten werden, danach sind die technischen Möglichkeiten bekannt und können auf Dauer nicht mehr zünden.

„The Withering Path“ beginnt vielversprechend und verliert anschließend konstant an Qualität, oder besser gesagt Einfallsreichtum. Die hier verwendeten Mittel sind einfach zu wenig, um ein spannendes Album zu produzieren und das, was man hier hört, ist bestenfalls durchschnittlich. Wenn ich Doom Metal hören will, dann will ich eine gewaltige Soundkulisse und Gitarren, die mich gegen die Wand schieben. Sowas kann man auf diesem Album allerdings noch nicht einmal erahnen.
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