Antifreeze - Into The Silence (EP)

Antifreeze - Into The Silence (EP)
Heavy Metal / Rock
erschienen in 2005 bei Unstoppable Media
dauert 28:29 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Like Father Like Son
2. Crying in the Dusk
3. Reaching the Heaven
4. Into the Silence
5. Till I´m Done

Die Bloodchamber meint:

Im gleichen Jahr, in dem ich gelernt habe nicht gegen den Wind zu pinkeln, gründete sich bereits eine Band im Münsterland, die dem guten alten Heavy Prog Rock fröhnen wollte. ANTIFREEZE lautet der Name der Jungs und nach den im Metalbereich üblichen Besetzungswechseln und ersten Liveerfahrungen, ist es nun, 13 Jahre später, endlich soweit: mit "Into the Silence" steht das erste Demo in den Startlöchern.

Auch wenn die Band schon etwas länger existiert und der Sound teilweise nach gestern klingt, macht das Hören der Demo doch Laune. So gleiten die fünf Titel sehr eigenständig und angenehm dahin, fallen dabei nicht sonderlich negativ auf, können aber auch mal völlig unbeachtet vor sich hinträllern. Die gesamte Demo ist recht unspektakulär und teilweise monoton aufgebaut. Und so seltsam das auch klingen mag, irgendwie passt das sogar zum Sound der Band. Gesanglich kann man Daniel Hiller kaum was vorwerfen, denn die hohen und spärlich gesäten tieferen Lagen machen ihm keine Probleme. Für Auflockerung sorgt die weibliche Stimmuntermalung beim Titelsong "Into the Silence" einem insgesamt sehr homogenen und sympathischen Stück. Ebenfalls für Abwechslung sorgen die häufigen Tempowechsel (wobei man meist in den langsameren Bereichen verbleibt). Auch beim abschließenden Rocker "Till I´m Done" gesellt sich die Gastsängerin hinzu, was sicherlich dazu beiträgt, dass wir hier den stärksten Titel der Demo finden. Dem straighten "Reaching the Heaven" fehlt es trotz ordentlicher Gitarrenarbeit an der gewissen Note, obwohl der Refrain ganz respektabel daher kommt. Außerdem liefert Daniel Hiller hier eine astreine Leistung ab. Mit "Crying in the Dusk" steht das progressivste Stück an Platz zwei der Demo und auch an Platz zwei meiner persönlichen ANTIFREEZE Top5. Der Song ist besser strukturiert als sein Nachfolger und lockert die Demo angenehm auf. Den letzten Platz belegt leider der Opener, der viel zu verwirrend und ruhelos klingt.

ANTIFREEZE haben insgesamt eine respektable Demo abgeliefert, die keinen sonderlich vom Hocker hauen wird, aber keinesfalls schlecht ist. Talentfreie Zone ist das hier mit Sicherheit mal nicht, denn vor allem Gitarrenarbeit und Gesang lassen auf viele schöne Titel in Zukunft hoffen. Das Songwriting ist hingegen noch ausbaufähig, denn an einigen Ecken verliert das Demo an Spannung und Intensität. Die Produktion ist okay für eine Underground-Scheibe, auch wenn sich hier und da die Double-Bass selbst zu überholen scheint. Im Großen und Ganzen aber ein kleines Däumchen nach oben und 6,5 Punkte.
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