Australis - Spaces Of Hope

Australis - Spaces Of Hope
Progressive Death Metal
erschienen am 21.05.2016 als Eigenproduktion
dauert 50:05 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Sublife
2. Provocation Of Death
3. InterSpira
4. Probed
5. Lament
6. Rapture Of Eidolon
7. Photonic Disassembly
8. Infinite Void
9. Spaces Of Hope
10. Mortal Transduction
11. Instrumental (Invertebrate)

Die Bloodchamber meint:

Mit AUSTRALIS darf ich eine weitere Technical Death Metal Band aus dem US-amerikanischen Raum präsentieren. „Spaces of Hope“ ist ihr Debutalbum und wie so viele Bands in diesem Genre drehen sich ihre Texte um Sci-Fi, dem großen weiten Weltraum oder einfach nur dem Tod. Dabei ist schonmal auffällig, dass sich die Liednamen noch in einem relativ normalen Bereich bewegen. Ein erstes Indiz darauf, dass man es hier nicht mit absoluten Querdenkern zu tun hat.

Die ersten Sekunden auf dieser Scheibe geben mir mit dieser Vermutung recht. Mein erster Eindruck: NOCTURNUS! Na klar, gleiche Musikrichtung und gleiche lyrische Ausrichtung. Doch danach zeigen mir AUSTRALIS, dass sie durchaus ihren eigenen Weg gehen können. Mit rasanten Doublebass und Rhythmusarbeiten gibt es erstmal eine deftige Portion an Growls zu hören. Das hört sich stark nach typischem Ostküsten-Death Metal à la MALEVOLENT CREATION an. Also das beste aus zwei Welten vereint? Hochtechnischer Death Metal und stumpfe Old School Death Metal Growls? Ja und nein. Während mir bei der bloßen Vorstellung dieser Kombination schon das Wasser aus dem Mund läuft, stellt sich in der Realität eine leichte Ernüchterung ein. Sowohl Gesang als auch Instrumentalarbeiten können immer wieder ihr Talent unter Beweis stellen und diverse Highlights raushaun, doch im großen Kontext wirkt alles sehr ungeplant. Da passt nicht alles so recht zusammen und dann fungiert das Schlagzeug auch gerne als eher penetranter Lückenfüller. Bestes Beispiel dafür ist der zweite Song „Provocation of Death“. Jede einzelne Stimme für sich kann hier zur Hochform auflaufen, doch kombiniert wirkt das alles nur wie ein zusammengewürfelter Haufen von ziemlich egoistischen Musikern.

„Spaces of Hope“ macht einen guten Auftakt und wird schnell ziemlich ernüchternd. Erschwerend kommt die lange Spielzeit von rund 50 Minuten hinzu. Wenn man da kein Gesamtkonzept ausarbeitet zieht sich ein Album subjektiv sehr stark in die Länge. Umso schwerer wirkt hier die technische Komponente. Bei diesem eher unausgereiften Zusammenspiel der Musiker werden die unterdurchschnittlichen Songs zu einer echten Tortur.
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