Azure - King Of Stars - Bearer Of Dark

Azure - King Of Stars - Bearer Of Dark
Death Black Metal
erschienen am 28.10.2005 bei Pulverised Records
dauert 41:51 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Greeting Chaos
2. Dead Men's Shadow Flickering
3. The Lake Of Death (Magnion)
4. Whispers Of Echoes Passed
5. Selene - The Spirit
6. Shadows In Midark
7. The Storm (Hill Of Heimad)
8. King Of Stars - Bearer Of Dark

Die Bloodchamber meint:

Ein wilder Misch-Masch, der mir hier um die Ohren weht! Musikalisch sind die Ergüsse, die die beiden Herrschaften von Azure hier präsentieren, nicht genau einzuordnen. Am besten trifft wohl folgender Versuch zu: Melodic Heavy Death Metal mit Black Viking Thrash Elementen. Alles klar soweit? Der Einfachheit halber belasse ich es lieber bei Death-Black-Metal, das trifft die Hauptelemente am besten.
Die beiden Protagonisten aus Schweden versuchen also, uns mit ihrer Art Stil das Fürchten zu lehren. Nun der Versuch als solcher ist ja noch nicht strafbar, dass es ihnen aber gelingt, mit diesem Mix einem den Schädel zu spalten, schon. Die Songs eignen sich hervorragend zum Bangen. Und das obwohl diese ständigen Tempovariationen unterworfen werden. Die Gitarren sägen sich den Weg zum Ohr frei und das Schlagzeug jagt diesen Melodienbögen hinterher, wie der Alkoholiker dem nächsten Korn. Bei soviel treibender Gewalt ist allerdings in höchstem Maße verwunderlich, dass sich keiner der Songs festzusetzen vermag. Am ehesten als Anspieltip zu vermelden wären hier "Shadows In Mittag“, sorry, "Midark“ und er Titeltrack "King Of Stars – Bearer Of Dark“, die beide eine dichte Struktur haben. Auf Soli wurde weitestgehend verzichtet, aber ab und an sind auch solche Einlagen zu vernehmen, die stark in die hochlagige Heavy-Ecke drängen. Die Instrumente wurden sorgfältig eingespielt, unterliegen in der Qualität aber einer zu schwachbrüstig ausgefallenen Produktion. Hier hätte ein fetterer Sound die CD deutlich um einen Punkt aufgewertet. Ein wenig auf die Neven geht mir der Gesang, der irgendwie einem Versuch gleichkommt, AC/DC-Shouter Brian Johnson bei Slayer singen zu lassen. Das mag zwar zum Anfang noch ganz nett sein, jedoch lässt meine Begeisterung darüber zum Ende der CD hin zu wünschen übrig.
Beim ersten Durchgang hatte ich noch auf eine Niete getippt. Nun muss ich zugeben, dass der Geschmack mit der Gewöhnung kommt. "King Of Stars – Bearer Of Dark“ ist auf keinen Fall ein hochwertiges Album geworden, doch macht es durch seine Abwechslung und die Gnadenlosigkeit des Songwritings einige Punkte wieder gut. Azure haben einen Silberling erschaffen, der sich prima zum Nebenbeihören eignet, oder aber auch als Hintergrundbeschallung für das nächste Metal-Sit-In im privaten Bereich.
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