Tristitia - Garden Of Darkness

Tristitia - Garden Of Darkness
Death Doom Metal
erschienen in 2002 bei Holy Records
dauert 58:21 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. The Entrance
2. Beholders Tears
3. Black Godz Serenade Part I
4. As Death Says Mine
5. When Tears Cry
6. Beyond The 7th Valley
7. There Will Never Be Another Dawn
8. Black Godz Serenade Part II
9. Tears Of The Moon

Die Bloodchamber meint:

Düster und bedrohlich erhebt sich vor dem Hörer dieser Scheibe eine angsteinflößende Wand, die sich extrem langsam auf ihn zubewegt. Der Titel ''Garden Of Darkness'' ist hier nicht zum Spaß verwendet worden. Tristitia habe sich vorgenommen den Acker des Todes umzupflügen und ihn mit vielen Nachtschattengewächsen und Schlingpflanzen zu verzieren.

Die Musik der Schweden bietet erstaunlich viel Abwechslung bei den Tempovariationen: Langsam, sehr langsam und kurz vor Stopp! Diese CD ist der vertonte Beweis, dass Aggression und Brutalität nicht durch rasende Geschwindigkeit ausgedrückt werden muss. Man beschränkt sich auf das Nötigste, will heißem; schwere Atmosphäre mit tiiieef gestimmten Instrumenten, die ihre kalten, aber jederzeit fesselnden Melodienlinien durch die Nacht treiben. Es ist schwer sich der Faszination zu entziehen.
Um aber den Hörer nicht unnötig schnell im Treibsand versinken zu lassen, werden zwischen den meist um die 10 Minuten langen Stücken immer wieder kurze instrumentale Tracks eingebunden, die ein kleine Verschnaufpause verheißen, um aber den Horror danach weitergehen zu lassen. Über den wabernden Klangstrukturen grunzt verhalten eine heisere Stimme, die den Weg durch die acht Wege und einen Eingang über den Friedhof leitet. Am Ende der Scheibe angelangt hat einem die Stimme dann auch klar gemacht, was sie von einem wollte: Es herrscht Leere, es wird dunkel. Das muss der Tod sein!

Tristitia haben eine finstere Reise in den Tod entworfen, der durch eine eigene Art Melancholie zu wirken scheint. Ein einschließlich des Covers fast perfektes Album, dass leider ein wenig schwach auf der Brust klingt. Aber was soll man schon von einem Sterbenden in seinen letzten Zügen erwarten.
Wer sich nicht scheut dem Tod ins Auge zu schauen und gefestigt gegenüber allen lebensmüden Maßnahmen ist sollte sich diese CD dringend zulegen.
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