Extrema - Set The World On Fire

Extrema - Set The World On Fire
Modern Thrash Metal
erschienen am 27.10.2006 bei Remedy Records
dauert 49:51 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. In Gods Mercy
2. New World Disorder
3. Second Coming
4. Nature
5. Restless Soul
6. Six, Six, Six is Like Sex, Sex, Sex
7. Stupid White Man
8. Set The World On Fire
9. Free Again
10. The Will To Live
11. Dont' Leave Me Alone
12. Carol
13. Ace Of Spades (Motörhead Cover)
14. Untitled

Die Bloodchamber meint:

Mit Thrash Bands aus Italien stehe ich seit einiger Zeit auf Kriegsfuß, viel zu oft wurde ich von ewig gleich klingenden, stumpf kopierenden Old School Kapellen heimgesucht, die nur selten ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern konnten. Daher habe ich mir auch EXTREMA vorher gut angeschaut, bevor ich ihre neue CD „Set The World On Fire“ in meine Obhut nahm.

Ich muss sagen, mein erster Eindruck hat mich nicht getäuscht, denn die mittlerweile auch schon seit zwanzig (!) Jahren aktiven Truppe hebt sich doch angenehm von vielen anderen Spaghetti Thrashern ab, und das nicht nur in Sachen technische Fähigkeit, Produktion und Aufmachung, sondern auch (und vor allem) beim Ausloten der eigenen Genregrenzen. Hier wird eben nicht nur mit meterdicken Scheuklappen geradeaus gerödelt, EXTREMA schauen über den eigenen Tellerrand hinaus und verfeinern ihren Sound mit vielen kleinen Details aus der Moderne, die dem Ganzen eine eigene, frische Note geben. Seien es ungewöhnliche Songaufbauten, ne Ballade („Free Again“), ein schmusiges Instrumental mit Pianoklängen („Carol“) oder sogar dezent eingesetzter Sprechgesang – der Vielfalt sind scheinbar keine Grenzen gesetzt.

Ein Manko hat diese Ausrichtung aber natürlich auch, denn oftmals übertreiben es die Jungs einfach und bauen mehr Breaks in die Songs ein, als diese eigentlich aushalten können. Demnach ist man zwar während des Hörens von „Set The World On Fire“ zu keiner Zeit gelangweilt, fragt sich aber am Ende dann doch, welchen herausragenden Song die Scheibe eigentlich zu bieten hat. Die Antwort ist einfach: keinen. Da wäre die eine oder andere eingängig In-your-face Geschichte vielleicht doch nicht so verkehrt gewesen. Richtig was zum Mitgrölen bekommt man somit nur bei dem höchst originellen „Ace Of Spaces“ Cover geboten, einer Nummer, die bis zum heutigen Zeitpunkt höchstens drei mal nachgespielt wurde. Die Umsetzung geht okay, reißt aber auch keine Bäume aus.

EXTREMA sind definitiv eine hochprofessionelle, erfahrene Band, gehen live garantiert richtig gut ab und sind darüber hinaus mit das Beste, was ich an Stiefel Thrash bis jetzt gehört habe, aber so richtig vom Hocker hauen tun auch sie mich nicht. Trotzdem ne nette Scheibe, in die man ruhig mal reinhören sollte. Es kann ja nicht schaden.
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