Devanic - Mask Industries

Devanic - Mask Industries
Melodic Death Metal
erschienen in 2006 als Eigenproduktion
dauert 57:52 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. The Machine
2. Mask Installed
3. Empire Of Light
4. Strike Back
5. Same Shot
6. Reborn Again
7. You Will See
8. Watch Out - Be Aware
9. Use Your Skill
10. You Live, You Die
11. Command Me
12. Memories Of Broken Dreams
13. I Am
14. Focus
15. Ignorance
16. Dimensions Of No Real Return

Die Bloodchamber meint:

Wenn man nach österreichischem Death Metal fragt, dann fällt spontan der Name PUNGENT STENCH und danach kommt häufig eine Leere. Diesen Zustand möchten nun die fünf Mann von DEVANIC ändern und haben sich gedacht eine zweite selbstproduzierte Scheibe auf den Markt zu bringen, die ich im Gegensatz zu den Wiener Kollegen beim melodischen Sterben wohl fühlt. Nun ist der Markt im Melo-Death aber mittlerweile bis zum Erbrechen voll, sodass man zur Zeit nicht mehr mit irgendwelchen 08/15 Scheiben auf sich Aufmerksam machen kann.

Mut zur Lücke gibt es auf ''Mask Industries'' nicht zu hören, sondern handgemachten Death Metal der Schwedenschule, eben schnell, melodiös und mit viel Gefühl. Da die Band sich entschieden hat gleich 16 Songs auf den geneigten Konsumenten zu hetzen, fällt es extrem schwer einzelne Songs heraus zu heben. Also werde ich mich auf die Kernpunkte der Scheiblette beschränken.
Auffällig ist ein markantes Riffing, das starke Affinitäten zu dem Todesmörtel der späten 90er aufweist. Das macht hellhörig, denn ansonsten hat man es hier mit einer recht modernen Form zu tun, aber die Mischung macht's. Auch die Vocals können unterm Strich überzeugen, immer rau und brutal aber selten hart. Leider wirken sie in den sehr seltenen cleanen Phasen etwas schwach auf der Brust, aber man kann nicht alles haben.
Instrumentaler Schwachpunkt auf ''Mask Industries'' ist ein wenig das Drumming, denn erstens wird die Schießbude häufig hinter den Gitarrenwänden versteckt und auch die Snare hat diesen Sound von Mülleimerdeckeln, der hier gar nicht reinpassen will.
Wo ich schon die Produktion anspreche, die ist für Demoverhaltnisse durchaus hörbar, wurde aber im Endeffekt nicht wirklich gut aufeinander abgestimmt, da sich teilweise die Frequenzen zu sehr kreuzen und sich damit gegenseitig eliminieren.

Immerhin bringen DEVANIC etwas Leben in die Bude, sodass man es leicht hat, die 16 Songs unbeschadet zu überstehen. Auch wenn sich hier und da mal ein paar Längen einschleichen, macht das Album, wenn man von den Schwachpunkten mal absieht, zu jeder Zeit Spaß. Beim nächsten Mal vielleicht ein bisschen mehr auf den Sound achten und weniger Songs, dann hat an was in der Hand, das man nicht mehr hergeben möchte.
-