Amok [NOR] - Necrospiritual Deathcore

Amok [NOR] - Necrospiritual Deathcore
Death Black Metal
erschienen in 2006 bei Aftermath Music
dauert 35:33 min
Bloodchamber-Wertung:

Tracklist

1. Necropsy Cunt
2. Geitehelvete
3. Channelling Black Horns
4. Effective Mass-Torture
5. Organ Ejaculator
6. Providentialism
7. Postapokalyptisk Korstog
8. Goatflesh Removal (Corpus Christi)
9. Goatflesh Removal (Memento Mori)
10. Goatflesh Removal (Gloria In Excelsis Deo)

Die Bloodchamber meint:

Eine Metal-Band AMOK zu nennen ist ungefähr genauso innovativ wie ein Mineralwasser mit dem Namen Zisch oder das Klopapier, das Happy End heißt. Dennoch meinten die vier Norweger um TAAKEs Goatpromoter Lava und WURDULAKs Iscariah, dass das wohl so wäre und brachten nun sechs Jahre nach der Grundsteinlegung mit ''Necrospiritual Deathcore'' den ersten Longplayer ins örtliche CD-Fachgeschäft.

Leider ist aber auch gleich zu sagen, dass die Musik auf der Scheibe ähnlich einfallsreich daher kommt, wie der Bandname. Das Treiben auf diesem Erguss als Old-School zu beschreiben, wäre schön geredet. Gut, vom Sound her könnte das stimmen, aber sonst? Die Songs sind ungefähr so komplex, wie ein der Inhalt eines leeren Glases. Die Strukturen gleichen denen einer Schülerband vor ihrem ersten Auftritt, nur nicht ganz so nervös. Spannung kommt allerhöchstens bei ''Channeling Black Horns'' auf, der dann aber spätestens nach 3 Minuten anfängt zu langweilen.
Zu dem Ganzen gesellt sich dann eine Gitarrenlinie hinzu, die kaum mehr ist, als ein penetrantes Geschrammel und durch ein Schlagzeug unterstützt wird, das auch nicht viel mehr als ein monotones Uff-da, Uff-da, Uff-da hören lässt.
Der Gipfel des Ganzen kommt dann aber erst ab ''Postapokalyptisk Korstog'', der es schafft die geloopte Langeweile zu vertonen, was sich auch bis zum Ende nicht mehr ändert und die Tracks schon gar nicht voneinander unterscheiden lässt.

Ich habe, bevor ich ''Necrospiritual Deathcore'' das erste Mal gehört habe, irgendwo über die CD gelesen, dass es sich hierbei um die Erfüllung der Old-School Seele handeln solle!? Wer auch immer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, muss entweder bestochen oder im Vollrausch gewesen sein. Das Album ist der vertonte Durchfall in einem einigermaßen erträglichen Soundgewand. Auf jeden Fall aber ein Grund dafür, das Geld für diese Scheibe wohltätigen Organisationen zukommen zu lassen und nicht der Band!
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